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Internationale Funkausstellung 2007 : Aufbruch in eine neue Welt

  • -Aktualisiert am

Die schöne Welt der Flachbildschirme: HD-TV-Geräte auf der IFA Bild: AP

Die Internationale Funkausstellung dokumentiert den Generationswechsel der Unterhaltungselektronik: Flachbildschirme und HDTV lösen die klassischen Fernseher ab, Blu-ray Disc und HD-DVD heißen die Speichermedien der Zukunft. Wolfgang Tunze über die Trends.

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          Partystimmung gehört während einer Messe, auf der sich alles um Unterhaltung, Spaß und bunte Bilder dreht, von Natur aus zum Programm. Als die Internationale Funkausstellung am vergangenen Freitag loslegte, um sechs Tage lang das Faszinosum der digitalen Medienwelt zu zelebrieren, zeigten sich die Macher der Messe sogar schon vorab in Feierlaune.

          Seit langem waren die an der traditionsreichen Schau unter dem historischen Berliner Funkturm beteiligten Industriezweige nicht mehr so geschlossen und vollständig angetreten; das trifft selbst auf die Digitalfotografie zu, die ihre angestammte Ausstellungsheimat bekanntlich auf den Kölner Rheinauen hat.

          Da nimmt es kaum noch Wunder, dass die Statistik auch gleich noch einen Ausstellerrekord vermeldet: Mehr als 1200 Unternehmen fanden den Weg an die Spree - schon deshalb eine beachtliche Größe, weil die IFA, wie sie in Kurzform heißt, erst im vergangenen Jahr auf einen jährlichen Rhythmus umgestellt und ihre Frequenz somit glatt verdoppelt hat.

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          Verdoppelung der angelieferten Bildfolge

          Die strahlenden Stars unter den in Berlin versammelten Elektronik-Pretiosen sind auch anno 2007 die smarten flachen Bildschirme - in wandfüllenden Dimensionen und mit technischen Daten, die immer öfter das Etikett „Full HD“ rechtfertigen: 1920 mal 1080 Bildpunkte bieten diese Apparate auf, das feinste Raster also, das High-Definition-Programmquellen heute zu bieten haben. Die reine Pixelflut allein freilich macht noch längst kein perfektes Bild. Um flüssige Bewegungsabläufe auf der Mattscheibe geht es zum Beispiel, wenn sich die Top-Modelle unter den IFA-Neuheiten mit Kürzeln wie 100 Hertz oder 24p schmücken.

          100-Hertz-Modelle etwa verdoppeln die von den Sendern angelieferte Bildfolge, errechnen also zwischen zwei Einzelbildern je eine zusätzliche Darstellung, um auch schnelle bewegte Motive mit klaren Konturen zeigen zu können. Mit der Darstellungsart 24p passen sich die Bildschirme an den Zeittakt der Blu-ray Disc und der HD-DVD an. Videos auf diesen Scheiben zeigen zumeist 24 Bilder je Sekunde und folgen damit exakt der Bildfrequenz des Kinofilms. Können Player und Bildschirm mit diesem Zeitraster umgehen, ersparen sie sich komplizierte Umsetzungen auf die Bildfolgen konventioneller Videonormen. Und nur dann stellen sie Hollywood-Ware ruckfrei dar.

          Daumenbreiter Rahmen

          Für eindrucksvolle Farben greifen die Hersteller in eine andere Abteilung der Trickkiste. Sony setzt auf Leuchtdioden: Das jüngste LCD-Fernseher-Flaggschiff des Herstellers, Typenname KDL- 70X3500, lässt seinen Flachschirm von LED-Zellen statt von den üblichen filigranen Leuchtstoff-Röhrchen illuminieren. Ein deutlicher Gewinn an natürlichen Farbnuancen ist das sichtbare Resultat. Samsung durchleuchtet seine LCDFernsehschirme LE-70F96BD und LE- 52F96BD ebenfalls mit LED-Technik und steigert damit sogar noch den Kontrast: In dunklen Bildpassagen nehmen die LED-Lichter ihre Strahlkraft zurück, in hellen Regionen leuchten sie mit vollem Einsatz. So unterstreichen sie die Tendenzen der Bildmodulation: Dunkles wirkt düsterer, Helles brilliert.

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