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Digitalkamera Sony DSC-F828 : Acht Millionen Pixel allein machen nicht glücklich

Acht Millionen Pixel: Die Sony DSC-F828 Bild:

Acht Millionen Pixel: Das ist die neue Bestmarke bei den erschwinglichen Digitalkameras für den privaten Nutzer. Was bringen die zusätzlichen drei Megapixel?

          4 Min.

          Acht Millionen Pixel: Das ist die neue Bestmarke bei den erschwinglichen Digitalkameras für den privaten Nutzer. Bislang reichten fünf Millionen Pixel für die Königsklasse, nun erreichen die ersten All-in-One-Kameras eine Auflösung, die den sündhaften teuren Spiegelreflexapparaten für Profis vorbehalten blieb. Was bringen die zusätzlichen drei Megapixel?

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Zunächst kann man seine Bilder ohne Qualitätseinbuße etwas größer ausdrucken, wobei allerdings schon mit fünf Millionen Pixel ein DIN-A4-Ausgabeformat erreicht wird. Mit 8 Millionen Pixel kann man das DIN-A4-Blatt in bester Fotoqualität (300 dpi) bedrucken oder 40 x 30 Zentimeter mit einer immer noch beachtlichen Qualität von 200 dpi. In diesem Sinne bringen drei weitere Megapixel nicht viel. Der Gewinn liegt eher bei den gestalterischen Möglichkeiten. Aus einer Aufnahme mit 3200 x 2500 Pixeln kann man nachträglich einen Bildausschnitt als eigenes Fotos herausschneiden, man hat also mehr Reserven. Auch der Zoom läßt sich bei der Nachbearbeitung am PC besser nutzen. Selbst kleinste Details werden nun in der Vergrößerung sichtbar.

          Eklatante Schwächen bei der Bildqualität

          Mehr Pixel sind aber nicht gleichbedeutend mit einer höheren Bildqualität, und das zeigt exemplarisch die Sony DSC-F828, die neben der Nikon Coolpix 8700 die erste 8-Megapixel-Kamera in der Kompaktklasse ist. Wir haben sie einige Wochen ausprobiert. In der Hand hinterläßt die Sony mit ihrem Leichtmetallgehäuse einen hochwertigen und stabilen Eindruck. Die 920 Gramm schwere Kamera mit lichtstarkem Zeiss-Objektiv (1:2,0-2,8) liegt gut in der rechten Hand, und die linke umfaßt nahezu von allein den Objektivtubus, der sich zudem nach oben und unten neigen läßt. Mit dem Objektivring wird der optische Zoom (28 bis 200 Millimeter beim Kleinbild) mechanisch eingestellt, ein digitaler Zoom läßt sich auf Knopfdruck dazuschalten. An der rechten Gehäuseseite werden die Speicherkarten verstaut. Nachdem Sony lange Zeit nur den sehr teuren und zu nichts kompatiblen Memorystick unterstützte, ist jetzt endlich ein zweiter Laufwerksschacht für ein Standardmedium vorhanden: die DSC-F828 läßt sich auch mit handelsüblichen Compactflash- und Microdrive-Karten bestücken.

          Chromatische Aberration: Violette Schleier rund um die Äste

          Beim ersten Einschalten kommt Freude auf: Schon nach etwa anderthalb Sekunden ist die Kamera schnappschußbereit, und dieses hohe Tempo hält die Sony auch in anderen Disziplinen locker durch. Der Umgang mit ihr ist kinderleicht. Für die wichtigsten Parameter gibt es eine eigene Menütaste, und anschließend bewegt man einen Cursor mit einem kleinen Vier-Wege-Joystick durch ein übersichtlich aufgebautes Bediensystem, das auf dem rückseitig angebrachten 1,8-Zoll-Monitor (134000 Pixel) erscheint. Weniger häufig verwendete Funktionen ruft man mit kleinen Tasten unterhalb der Anzeige und am Objektivtubus auf. Und schließlich kommt bei der Einstellung von Belichtungszeit und Blende ein Rädchen an der rechten Kamerarückseite zum Einsatz. Das alles ist sehr durchdacht und läßt keine Fragen offen.

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