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Digital-Kamkorder : High-Tech-Hilfen für die schönsten Urlaubserinnerungen

  • -Aktualisiert am

Kleinste DV-Kamera der Welt: DCR-PC55 Bild: Hersteller

Digital-Kamkorder gehören bei vielen mittlerweile zur Standard-Ausrüstung auf der Urlaubsreise. Obwohl es nur eine Handvoll Hersteller gibt, ist die Auswahl groß. Wie kann man als Laie teure Fehler beim Kauf vermeiden?

          7 Min.

          Als vor 22 Jahren die ersten Sommerfrischler mit einem Kamkorder im Gepäck auf große Ferienreise gingen, hatte das Bekenntnis zum Spaß an selbstgedrehten Filmen noch etwas Demonstratives - und nicht selten geriet es sogar ein bißchen peinlich: Immerhin wog die Hardware für die eigenen Aufnahmen noch mehrere Kilo, die es galt, forsch auf die Schulter zu wuchten und an pittoresken Orten mit sicherem Stand und wichtiger Miene in Aufnahmeposition zu recken. Heute filmt der Tourist diskreter, entspannter und spielerischer.

          Denn die Gerätschaften, die er dazu braucht, sind oft schon so zierlich, daß sie locker in die hohle Hand passen. Dennoch schießen die Elektronik-Knirpse schärfer, als es sich der Video-Amateur in den frühen achtziger Jahren hätte träumen lassen. Und obwohl sich nur noch eine Handvoll Hersteller mit der Produktion von Kamkordern befaßt - die wichtigsten heißen Canon, JVC, Panasonic, Samsung und Sony -, ist die Auswahl der handlichen Zwerge so groß, daß wir mit einer Kaufberatung helfen wollen, im Elektronik-Supermarkt die richtige Entscheidung zu treffen.

          Analog ist nicht mehr zeitgemäß

          Daß es sich um ein digitales Modell handeln sollte, setzen wir anno 2005 ohne lange Diskussion voraus. Die Analogtechnik ist zwar noch nicht ganz ausgestorben, erfüllt aber einfach nicht mehr zeitgemäße Ansprüche. Gute Digitalos für Einsteiger gibt es heute schon für 350 Euro, Mini-Kamkorder mit Top-Ausstattung kosten zwischen 900 und 1.500 Euro. Mittlerweile streiten bereits eine ganze Reihe verschiedener Digitalformate um die Käufergunst. Das älteste heißt Mini-DV und bezeichnet jene kompakte Digitalkassette, die Platz für 60 Minuten lange Aufnahmen in Standardqualität bietet.

          Festplatten-Zwerg Everio GZ-MC500E von JVC
          Festplatten-Zwerg Everio GZ-MC500E von JVC : Bild: Hersteller

          Sie hielt viele Jahre lang das Monopol unter den digitalen Aufzeichnungsmedien. Auch heute noch filmen die meisten Kamkorder mit Mini-DV-Kassetten - aus gutem Grund: Die zierlichen Speicher konservieren die Bilder mit sehr großzügigen Datenraten und bieten damit mehr Spielraum für gute Qualität als alle neueren Konkurrenzformate. Auch wenn das Magnetband allenthalben aus der Mode kommt - wer sich für einen DV-Kamkorder entscheidet, macht keinen Fehler, die kleine Kassette hat noch ein langes Leben vor sich.

          Ohne Umspulen: bespielbare DVD

          Die neueren Aufzeichnungsmedien bestechen allerdings mit mehr Komfort. Die acht Zentimeter große Variante der bespielbaren DVD (30 Minuten Spielzeit auf einer Seite) beispielsweise erspart umständliches Umspulen: Sobald die Aufnahme im Kasten ist, zeigt sie sich mit einem kleinen Index-Bildchen im Monitor-Schirm, und dann genügt ein Tasten-Klick, um die Szene zur Wiedergabe abzurufen. Scheiben vom Typ DVD-R (einmal bespielbar) lassen sich zudem in jedem DVD-Player abspielen.

          Sie sind deshalb perfekte Austausch-Medien: Einfach den Rundling aus dem Kamera-Laufwerk herausfischen, in ein Kuvert stecken, Briefmarke drauf, und schon bekommt die Oma einen Live-Mitschnitt vom Kindergeburtstag ihres Lieblings-Enkels. Und weil der DVD-Standard auch die Möglichkeit einschließt, den Ton in Mehrkanal-Technik zu verewigen, baut Sony in sein DVD-Kamkorder-Modell DCR-DVD403 sogar ein veritables Surround-Mikrofon ein (F.A.Z. vom 14. Juni). So gelingen Videofilme mit verblüffend lebendigem Rundum-Klang nach Heimkino-Art.

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