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Bluetooth-Kopfhörer im Test : Ohne Lärm lauschen und in Ruhe telefonieren

Drei Mal mit Geräuschunterdrückung und ohne Kabel zum Smartphone Bild: Esra Klein

Sie versprechen mehr als nur einen guten Klang: Kopfhörer mit cleveren Funktionen wie Bluetooth und Geräuschunterdrückung. Wir haben drei Modelle getestet.

          4 Min.

          Es gehört mittlerweile zum guten Ton, dass Hersteller ihre Kopfhörer mit Zusatzfunktionen ausstatten. Ein Chip dämpft mit Hilfe von Messmikrofonen nervige Außengeräusche, die Bluetooth-Verbindung macht das Kabel obsolet. Solche Funktionen sind nicht auf eine bestimmte Form beschränkt. In-Ear-Produkte können ebenso innovativ sein wie auf dem Ohr sitzende und das Ohr umschließende Modelle. Wir haben exemplarisch verschiedene Produkte ausgesucht und angehört, die mit pfiffigen Details aufwarten.

          Marco Dettweiler
          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Der Symphony 1 von Definitive Technology (für 350 Euro) ist ein gutes Beispiel für einen Kopfhörer, der sich nicht entscheiden kann. Wieso sollte man sich einen mächtigen, das Ohr umschließenden Boliden kaufen, der aufgrund seiner Zusatzfunktionen eigentlich dazu gedacht sein müsste, möglichst komfortabel für unterwegs einsetzbar zu sein? Der Symphony 1 lässt sich nicht an der Muschelaufhängung falten, nimmt also viel Platz weg. Wer ihn unterwegs dabeihat, muss ihn entweder um den Hals tragen oder in einer Tasche verstauen.

          Unersättliche Musikhörer könnten ihn zwar fortwährend auf den Ohren sitzen lassen. Dafür eignet er sich aber nur bedingt. Der Bügel ist unzureichend gepolstert, so dass er nach einer Weile spürbar auf den Schädel drückt. Zudem sieht der Symphony 1 ein bisschen aus wie ein Hörschutz für Bauarbeiter. Dafür hält er in dieser Hinsicht, was er optisch verspricht. Seine Geräuschunterdrückung funktioniert sehr gut. Lärm auf der Autobahn wird fast vollständig elektronisch ausgelöscht.

          Sehr bequem sitzendes Headset von Plantronics Bilderstrecke

          Da an dem großen Gehäuse viel Platz ist, hätte Definitive Technology die Funktionsknöpfe großzügiger und unterscheidbarer unterbringen können. Bluetooth, Geräuschunterdrückung und Anschaltknopf dürfen zwar etwas enger beieinandersitzen, weil sie nicht so häufig gebraucht werden. Doch beim Annehmen und Ablehnen von Anrufen oder der Lautstärkeregelung vertippt man sich auf den Tasten hin und wieder, weil sie sich nicht deutlich genug voneinander abgrenzen.

          Wenn man sich schon so einen auffälligen Kopfhörer aufsetzt, sollte auch der Klang stimmen. Das ist nicht der Fall. Der Symphony 1 wirkt träge. Lieder schleppen sich etwas mühsam dahin. Dabei werden sie von einer gewissen Dumpfheit begleitet. Der zu dominante Bassbereich trägt dazu bei. Gitarren rocken nicht, sondern klimpern eher. Stimmen klingen leicht gedrückt und wenig natürlich. Der Symphony 1 dürfte eher der Hip&Hop- als der Pop&Rock-Generation gefallen.

          In-Ear-Variante von Phiaton

          Der BT 220 NC von Phiaton (für 160 Euro) ist das Gegenteil des Symphony 1. Design und Funktionalität sind darauf ausgerichtet, dass der Kopfhörer in die Sakko- oder Hosentasche gesteckt werden kann, um bei Bedarf schnell in den Ohren zu landen. Der Klang ist klar, ausgewogen und mitreißend. Gut ist die Geräuschunterdrückung, doch sie kann nicht ganz mithalten mit dem Symphony 1 und dem Voyager Focus von Plantronics.

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