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Bluetooth-Kopfhörer im Test : Ohne Lärm lauschen und in Ruhe telefonieren

All das ist der Bauform des Phiaton als In-Ear-Modell geschuldet. Weil der Hersteller es geschafft hat, in das Gehäuse, das etwa die Größe eines USB-Sticks hat und an die Kleidung geklemmt werden kann, einen Digital-Analog-Wandler, Anti-Noise-Cancelling-Chip und Akku zu integrieren, geht nur noch ein Y-Kabel zu den beiden In-Ear-Kapseln. Der BT 220 NC stellt somit ein vollständiges, aber sehr kompaktes Headset dar. Wird das Ganze in der beiliegenden Minitasche verstaut, kommt er immer irgendwo unter. Auf durchdachte Funktionalität muss der Nutzer trotz der geringen Größe nicht verzichten. Über den gut positionierten Power-Knopf werden Telefongespräche angenommen. Neben den obligatorischen Laut-Leise-Tasten hat Phiaton einen „Monitor“-Knopf angebracht. Dieser schaltet die Geräuschunterdrückung aus und die Musikwiedergabe stumm. Um in der Bahn kurz die Durchsage hören oder ein kurzes Gespräch führen zu können, ist diese Funktion praktisch.

Der Klang des Phiaton gefällt. Ist einer der beiliegenden Aufsätze passend fürs eigene Innenohr gefunden, ertönt ein neutraler, geschmackvoller Sound, der richtig Spaß macht. Der Phiaton klingt unangestrengt, weil er ganz leicht die Mitten und Höhen betont, ohne dass die letztgenannten spitz oder klingelig wirken. Es ist kein sehr kräftiger Klang, der aus den Mini-Membranen ertönt, aber das wäre für einen In-Ear-Kopfhörer dieser Preisklasse auch zu viel erwartet.

Headset von Plantronics

Der Plantronics Voyager Focus (für 240 Euro) deutet schon mit seinem Namen an, dass er in verschiedenen Welten spielt. Von den Voyager-Headsets des amerikanischen Herstellers übernimmt er den markanten Mikrofonbügel, der sich in der Vertikalen frei bewegen lässt. Mit Bluetooth und einem beiliegenden USB-Dongle ist er zudem für den Einsatz am PC geeignet, und Vieltelefonierer, die im Büro ihr Voip-Softphone verwenden und unterwegs das Smartphone, kommen ebenfalls auf ihre Kosten: Das Gerät lässt sich gleichzeitig mit mehreren Zuspielern verbinden. Eine Topleistung erzielt dieses Headset vor allem beim Telefonieren: Mit der exzellenten Nebengeräuschunterdrückung hört das Gegenüber so gut wie nichts vom Umgebungslärm.

Wir haben alle drei Kandidaten bei 120 km/h im Auto vergleichend ausprobiert, und der Plantronics lieferte die mit Abstand beste Telefonakustik. Man merkt es gleich, dass der Hersteller mit Telefon-Headsets groß geworden ist. Auch Skype-Telefonate am PC funktionierten nach dem Einstecken des Dongle sofort - und abermals in bester Akustik. Dank der langen Akkulaufzeit von zwölf Stunden lässt sich ein typischer Bürotag mühelos absolvieren. Zwischen zwei Gesprächen macht der Plantronics auch bei der Musikwiedergabe eine gute Figur mit einem Klang, der sofort überzeugt: knackige Bässe, präzise Höhen, in den Mitten allerdings mit kleinen Schwächen. Indes: Im praktischen Einsatz hat man den Apparat gern den ganzen Tag über dabei, abends haben wir ihn zum Filmesehen mit dem iPad verwendet.

Fazit

Beim Kauf eines Kopfhörers mit Zusatzfunktionen will gut überlegt sein, welche am häufigsten eingesetzt werden. Der Symphony 1 eignet sich aufgrund seiner Größe nicht fürs Reisen. Um mit ihm hauptsächlich Musik zu hören, klingt er nicht gut genug. Der Phiaton erweist sich als guter Begleiter für unterwegs. Er ist klein, hat praktische Funktionen, und die Musik klingt hervorragend. Im täglichen Gebrauch findet er neben Portemonnaie und Schlüsseln schnell einen Platz in der Hosentasche.

Der Voyager Focus von Plantronics ist das perfekte Headset. Mit ihm zu telefonieren macht sowohl für den Anrufer als auch für den Angerufenen viel Spaß, weil sich beide dank gelungener Geräuschunterdrückung bestens verständigen können. Und der Klang beim Musikhören geht auch völlig in Ordnung.

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