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Backbeat Pro von Plantronics : Feine Klangdetails machen den Unterschied

Dick was auf den Ohren: Backbeat Pro telefoniert auch Bild: Hersteller

Wer mit dem großen und schweren Bluetooth-Kopfhörer Backbeat Pro von Plantronics unterwegs ist, zieht viele Blicke auf sich. Neben Telefoniefunktion hat er auch Nebengeräuschdämpfung.

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          Und man kann mit ihm auch telefonieren! Wer mit dem großen und schweren Bluetooth-Kopfhörer Backbeat Pro unterwegs ist, zieht viele Blicke auf sich. Der Bolide von Plantronics wiegt satte 350 Gramm und arbeitet mit seinen mächtigen, die Ohren umschließenden Muscheln als geschlossener Kopfhörer. Man nimmt ihn gern in die Hand, die Verarbeitung wirkt hochwertig, obwohl der Backbeat Pro mit einem Straßenpreis von unter 200 Euro günstig ist.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Der Eindruck eines sehr technischen Designs wird durch die Drehsteller und Seitentasten an den beiden Ohrmuscheln hervorgerufen. Drehend steuert man den Titelsprung und die Lautstärke, die Riesentasten unterbrechen die Musikwiedergabe und dienen der Anrufsteuerung. Der Backbeat Pro trägt nicht nur dick auf, er sitzt auch sehr fest am Kopf, der Anpressdruck wird nicht jedem gefallen.

          Als Bluetooth-Wiedergabegerät fürs Smartphone ist der Plantronics schnell in Betrieb genommen. Er lässt sich auch mit zwei Geräten gleichzeitig koppeln, und wenn die Gegenseite die NFC-Funktechnik beherrscht, etwa ein Smartphone mit Android oder Windows Phone, gelingt die Einrichtung noch einfacher.

          Der Klang bei der Musikwiedergabe ist für diese Preisklasse außergewöhnlich gut. Der Plantronics gibt selbst große Orchesterstücke verblüffend neutral und transparent wieder. Die Bässe sind knackig, aber zu keinem Zeitpunkt übertrieben oder gar dumpf. Wer sich schon immer über die viel zu bassbetonten Mainstream-Kopfhörer à la Beats geärgert hat, die mit ihrer dumpfen Dröhnung die Mitten erdrücken, liegt hier genau richtig.

          Für den Einsatz unterwegs, etwa im Flugzeug oder in der Bahn, ist eine Nebengeräuschunterdrückung zuschaltbar, die niedrige, gleichförmige Frequenzen souverän ausblendet. Die Antischalltechnik basiert auf einem einfachen physikalischen Prinzip: Die störenden Frequenzen werden ausgeschaltet, indem ihr Verlauf gemessen, die Phasenlage mit Elektronikhilfe um 180 Grad gedreht und dieses Ergebnis zusätzlich an die Ohren gegeben wird - auf fast wundersame Weise löschen sich die überlagernden Schallwellen aus. Höhere Frequenzen und menschliche Stimmen dämmt die Antischalltechnik prinzipbedingt weniger gut.

          Wer im Zug oder Flugzeug auf Durchsagen achten will, kann mit einer eigenen Taste an der Unterseite der rechten Ohrmuschel die Musiklautstärke absenken und die Außenmikrofone aktivieren. Dann muss man den Kopfhörer nicht absetzen, um seine Umgebung wahrzunehmen. Eine weitere Finesse: Das Headset erkennt, wenn es vom Kopf genommen wird, und unterbricht dann automatisch die Musikwiedergabe. Setzt man es wieder auf, geht es weiter.

          Für Bluetooth und Nebengeräuschunterdrückung ist ein vom Anwender nicht wechselbare Akku eingebaut, der nach Angaben des Herstellers eine Laufzeit von 24 Stunden hat. Der Ladezustand wird mit synthetischer Stimme beim Einschalten angesagt und mit Leuchtdioden angezeigt. Im praktischen Einsatz hält der Akku gefühlte Ewigkeiten, man benötigt zum Laden ein (nicht mitgeliefertes) Netzteil mit Micro-USB-Stecker. Ohne jede Stromversorgung arbeitet der Kopfhörer im schnurgebundenen Einsatz, etwa im Flugzeug am Infotainment-System. Das Telefonieren klappt gut, leider ließ sich jedoch die Sprachassistentin Siri fürs iPhone nicht starten. Insgesamt lohnt ein Blick auf diesen großen Kopfhörer, das Preis-Leistungs-Verhältnis macht den Unterschied.

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