https://www.faz.net/-gy9-9rxvz

Apple iPhone und Watch im Test : Ein fauler Apfel am Arm

Die drei markanten Kameraaugen des iPhone 11 Pro Bild: Hersteller

Die neuen iPhone 11 Pro und die Apple Watch Series 5 im Test. Die Kamera des neuen Smartphones überzeugt. Aber die smarte Uhr hat ein Problem.

          4 Min.

          Jetzt sind die neuen iPhone-Modelle und die Apple Watch Series 5 im Handel, und nach einigen Wochen des Ausprobierens müssen wir nicht mehr die technischen Daten herunterbeten, sondern können unsere Eindrücke aus dem Praxiseinsatz zusammenfassen. Wir wechselten vom iPhone XS Max zum iPhone 11 Pro Max, und schon beim Auspacken erkennt man Unterschiede: Die Rückseite zieren nicht nur die drei markanten Kameraaugen, sondern sie ist auch etwas griffiger als beim Vorjahresmodell. Um eine Schutzhülle kommt man trotzdem nicht herum. Das neue iPhone ist zudem schwerer, es wiegt 226 statt 208 Gramm, und es widersetzt sich dem Trend, dass die Telefone dünner werden, denn es ist mit einer Höhe von 8,1 Millimeter dicker als der Vorgänger mit seinen 7,7 Millimetern. Das größere Volumen kommt dem Akku zugute, er wächst von 3174 Milliamperestunden auf 3969 Milliamperestunden. Das erklärt die deutlich längere Akkulaufzeit des neuen Modells, die sich einige Tage nach dem Wechsel einstellt und begeistert. Bei wenig Nutzung sind zwei Arbeitstage realistisch. Endlich legt Apple den Pro-Modellen ein leistungsstarkes Netzteil mit 18 Watt bei, das den Akku in 30 Minuten zur Hälfte füllt. Das iPhone 11 wird wie gehabt nur mit einem 5-Watt-Netzteil ausgeliefert.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Als wir unsere eigenen Daten über das iCloud-Backup zurückspielten aufs neue Gerät, fehlten zunächst die Fitness-Daten. Das iPhone zeigte an, dass sie geladen werden, aber selbst nach einigen Tagen war der Vorgang nicht abgeschlossen. Also gingen wir den zweiten Weg, nämlich das Einspielen eines Backups über die iTunes-Software auf dem Mac. Dies war erfolgreich.

          Unter den vielen kleinen Änderungen von iOS 13 wird man als Erstes bemerken, dass sehr viele Apps dauerhaft den Standort abfragen oder eine Berechtigung zur Nutzung von Bluetooth verlangen. Apple setzt auf mehr Datenschutz, und das bekommen neugierige Entwickler zu spüren.

          Pro-Modelle mit drei Kameraaugen

          Wie immer steht die verbesserte Kamera im Vordergrund des Interesses. Die beiden Pro-Modelle haben drei 12-Megapixel-Optiken auf der Rückseite, das iPhone 11 bleibt bei zwei. In der Kombination aus Ultraweitwinkel-, Weitwinkel- und Teleobjektiv entstehen mehr Gestaltungsspielräume für den Fotografen, der Wechsel zwischen den verschiedenen Zoom-Stufen erfolgt nahtlos. Interessante Details: Im normalen Modus sieht man unter den begrenzenden Displaybalken den möglichen Bildausschnitt des Ultraweitwinkels. Mit der „Fotoaufnahme außerhalb des Rahmens“, aktivierbar in den Einstellungen, werden im Weitwinkel- und Telemodus auch Aufnahmen des Ultraweitwinkels gespeichert, um den Bildausschnitt nachträglich passend zu machen.

          Immer an: Neue Apple Watch Series 5 mit Always-on-Display

          Im Nachtmodus mit wenig Umgebungslicht gelingen nun durch mehrsekündige Langzeitbelichtungen spektakuläre Aufnahmen auch bei Dunkelheit. Hier zieht Apple mit anderen Herstellern wie Huawei oder Samsung gleich. Witzige Effekte erlaubt die Zeitlupenfunktion in der vorderen Selfie-Kamera. Sinnvolle und mächtige Verbesserungen haben die Bildbearbeitungs-Werkzeuge erfahren. Sie machen viele Apps überflüssig und bieten auch Funktionen für Videos an.

          Dass die neuen iPhones mit neuem Prozessor schneller sind, zeigen Benchmarks sofort. Etwas weniger auffällig ist der bessere und lautere Klang der eingebauten Stereo-Lautsprecher und das erheblich schnellere und zuverlässiger arbeitende Face ID zur biometrischen Entsperrung des Geräts. Es werden mehr LTE-Frequenzbänder unterstützt, 5G fehlt indes, aber die Bluetooth-Reichweite ist mit dem neuen iPhone signifikant höher. Das iPhone 11 kostet zwischen 800 und 970 Euro, die Pro-Modelle liegen im Bereich von 1150 bis 1550 Euro.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Kündigt Sanktionen gegen die Türkei an: der amerikanische Präsident Donald Trump.

          Stahlzölle steigen : Trump kündigt Sanktionen gegen Türkei an

          Amerika hatte die Türkei mehrfach gewarnt, nun macht die Regierung ernst: Die Strafzölle auf Stahl aus der Türkei sollen wegen der umstrittenen Militäroffensive Ankaras in Syrien auf 50 Prozent steigen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.