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Betriebssysteme : Apple Computer bringt neues Betriebssystem auf den Markt

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Mulitmedia-Fähigkeiten der Software sind maßgebliches Kriterium bei Auswahl der Hardware.

          1 Min.

          Apple Computer bringt 17 Jahre nach der Einführung des ersten Multimedia PC ein komplett überarbeitetes Betriebssystem auf den Markt. Die Systemsoftware „Mac OS X“ wird vom kommenden Samstag in die Läden kommen. Mit dem neuen System sollen Apple-Rechner künftig deutlich stabiler laufen und besser die Kapazitäten eines Macintosh-Computers ausnutzen. Apple-Chef Steve Jobs sagte am Mittwoch in Cupertino in Kalifornien, die Technologie von Mac OS X werde eine lange Zeit Bestand haben. „Wir wollten etwas, was 15 Jahre hält.“

          Das neue Mac-System muss sich mit dem neuen Microsoft Betriebssystem Windows XP messen lassen, das später in diesem Jahr auf den Markt kommen soll. Analysten gehen davon aus, dass Mac OS X vor allem im Kernbereich der Macintosh-Gemeinde, etwa in der Grafik-Industrie, Käufer finden wird. Eine größere Akzeptanz werde vor allem davon abhängen, ob zahlreiche Software-Firmen auch speziell angepasste Programme für Mac OS X auf den Markt bringen. Apple-Konkurrent Microsoft, der gleichzeitig auch Software für den Apple Macintosh vertreibt, hat für den Herbst 2001 eine Anpassung des populären Office-Pakets für das neue Mac-System angekündigt. Mit Mac OS X führt Apple eine neue grafische Benutzeroberfläche („Aqua“), die ähnlich wie das Ur-Macintosh-System 1984 zum Vorbild künftiger Computersysteme werden soll.

          Multimedia-Software hat noch Schwächen

          Einige Beobachter kritisierten, dass zum Marktstart bestimmte Multimedia-Fähigkeiten noch nicht unterstützt werden. So muss für das Abspielen eines DVD-Films oder das Brennen einer CD der Rechner in der alten Systemumgebung OS 9.1 gestartet werden. Apple will diese Leitungsmerkmale bis zum Sommer nachliefern.

          Apple Computer erzielt rund 83 Prozent seiner Umsätze mit dem Verkauf der verschiedenen Macintosh-Rechner. Die restlichen 17 Prozent Umsatz werden mit Software und Zubehör gemacht. Die Aktie des kalifornischen Computer-Herstellers waren im vergangenen Jahr um 70 Prozent gefallen, nachdem das Unternehmen wieder in die Verlustzone gerutscht war. Apple will aber noch in 2001 wieder in die schwarzen Zahlen kommen.

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