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Tech-Talk : 700 Wh und kein Ende

  • -Aktualisiert am

Die Mountainbike-Szene ist in Bewegung. Und zwar in elektrischer. Wer mehrere tausend Euro ausgibt, möchte etwas von Dauer haben. Doch der technische Fortschritt ist unerbittlich.

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          Die Mountainbike-Szene ist in Bewegung. Und zwar in elektrischer. Werden in Technik und Motor E-Mountainbikes vorgestellt, hagelt es regelmäßig Leserkommentare, das seien Räder für Weicheier, der echte Sportler setze unverdrossen auf Muskelkraft. Das sagen viele und kaufen doch ein elektrisches Bike, sagt der Fachhändler, in der gehobenen Preisklasse gehen inzwischen 90 Prozent der Räder mit Hilfsmotor über den Tresen.

          Und jetzt wird es ein wenig gemein, denn wer mehrere tausend Euro ausgibt, möchte etwas von Dauer haben. Doch der technische Fortschritt ist unerbittlich. Waren bis vor kurzem Akkus mit 400 Wh Kapazität erste Wahl, sind heute 500 Wh Normalität. Wer weite Strecken oder wildes Gelände unter die Reifen nimmt, muss trotzdem einen zweiten Akku in den Rucksack packen. Das ist lästig und unbequem. Canyon preist für diese Klientel an seinem vorzüglich fahrenden Neuron On die Wechselmöglichkeit in Sekunden an, dank am Rahmen aufgesetztem Akku. Auch Flyer liefert sein feistes Uproc 4 mit aufgesetztem Akku, der allerdings hat schon 630 Wh. Obacht, sollte solch ein Kraftpaket abhandenkommen oder kaputtgehen: 1100 Euro kostet Ersatz.

          Schöner sehen Räder mit integriertem Akku aus, der Trend geht dahin und zu noch mehr Speicherinhalt. Der Oberklasseanbieter Specialized liefert in seinem Topmodell Levo zwei Akkugrößen, der Unterschied ist frappierend. Das Turbo Levo mit 500 Wh kostet 4800 Euro, für das marginal besser ausgestattete Turbo Levo Comp mit 700 Wh fordert Specialized 6200 Euro. „Falls du es in naher Zukunft wieder verkaufen möchtest, nimm den größeren Akku“, rät der Händler. „Die Leute sind ganz heiß drauf.“ Wer jetzt schwer atmet wie nach der Bergankunft: Auch das wird nur eine Etappe sein, wetten?

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

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