https://www.faz.net/-gpc-9o136

Die von Ihnen angeforderte Seite kann leider nicht ausgeliefert werden. Das tut uns leid. Interessiert Sie eine andere Geschichte von der aktuellen FAZ.NET-Homepage?

Tanker-Attacken : Die Suche nach Antworten geht weiter

  • Aktualisiert am

Ein Öltanker im Golf von Oman hat Feuer gefangen. Bild: AP

Nach den mysteriösen Zwischenfällen mit zwei Tankern im Golf von Oman haben die Schuldzuweisungen begonnen. Amerika macht den Iran dafür verantwortlich, viele andere sind sich da nicht so sicher. Wo sind Beweise? Und wie geht es nun weiter?

          Nach den mutmaßlichen Attacken auf zwei Tanker im Golf von Oman herrscht weiter Rätselraten über die Hintergründe. Es geht die Angst um vor einer militärischen Eskalation zwischen Amerika und Iran. Präsident Donald Trump untermauerte am Freitag die amerikanische Sichtweise und sagte in einem Interview mit dem Sender Fox News: „Der Iran hat es getan.“

          Der geschäftsführende amerikanische Verteidigungsminister Patrick Shanahan stellte in Aussicht, die Regierung wolle bald weitere Belege für ihre Einschätzung veröffentlichen, um international Konsens in der Frage herzustellen. Mehrere andere Staaten und internationale Organisationen hielten sich dagegen mit Schuldzuweisungen ausdrücklich zurück und forderten eine genaue Untersuchung der Vorfälle. Iran wies jede Schuld von sich.

          Unsicherheit an den Märkten

          Bei den Zwischenfällen nahe der iranischen Küste waren am frühen Donnerstagmorgen zwei Tanker beschädigt worden. Die „Front Altair“ geriet nach Explosionen in Brand. Auch der japanische Betreiber der „Kokuka Courageous“ berichtet von zwei Detonationen. Die genauen Umstände blieben zunächst aber unklar.

          Die betroffene Meerenge im Golf von Oman, die Straße von Hormus, ist eine der wichtigsten Seestraßen überhaupt. Sie verbindet die ölreiche Golfregion mit dem offenen Meer. Über die Strecke läuft ein großer Teil des weltweiten Öltransports per Schiff. An den Märkten herrschte Unsicherheit angesichts der Krise.

          Amerika beschuldigt Iran, für die mutmaßlichen Angriffe verantwortlich zu sein. Der amerikanische Außenminister Mike Pompeo hatte noch am Donnerstag erklärt, dass Iran dahinter stecke. Er sprach von einer „nicht hinnehmbaren Eskalation“. Dem Land gehe es darum, die Aufhebung der amerikanischen Sanktionen zu erzwingen.

          Saudi-Arabien beschuldigt Iran

          Auch Saudi-Arabien verurteilte die Angriffe und sprach von „Terroroperationen“. Das sunnitische Königreich sieht im schiitischen Iran einen Erzfeind und verschärft seit Wochen den Ton gegenüber Teheran. Es wirft Iran vor, sich in die Angelegenheiten arabischer Länder einzumischen und die Region zu destabilisieren.

          Iran wies die Anschuldigungen scharf zurück. Anstatt grundlose Unterstellungen zu verbreiten, sollte man eher herausfinden, wer von solchen Krisen am Golf am meisten profitiere, hieß es aus dem Außenministerium in Teheran. Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif warf Amerika vor, die Vorfälle als Vorwand zu nehmen. „Mit einem Fetzen an Indizien hat Amerika sofort Iran beschuldigt ... damit ist klar, dass das amerikanische B-Team auf Plan B und auf Sabotage-Diplomatie umgeschaltet hat“, schrieb Sarif auf Twitter.

          Mit dem B-Team meint Sarif die Mannschaft von Sicherheitsberater John Bolton, der nach Ansicht Teherans einen Regimewechsel in Iran plant und dafür sogar einen militärischen Konflikt provozieren würde. Schon zuvor hatte der Iran angedeutet, dass Amerika und seine Alliierten selber für die Angriffe verantwortlich sein könnten und sie nun Teheran in die Schuhe schieben wollten.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Undatierte Aufnahme der „Stena Impero“

          Straße von Hormus : Iran stoppt Öltanker im Persischen Golf

          Die Lage im Persischen Golf spitzt sich zu. Nach eigenen Angaben setzt Iran einen britischen Öltanker in der Straße von Hormus fest. Ein zweites aufgebrachtes Schiff ist mittlerweile wieder freigegeben.

          Transfer-Offensive : Borussia Dortmund hat ein großes Problem

          Der BVB beeindruckt mit seinen starken Neuzugängen. Doch die Offensive auf dem Transfermarkt hat auch ihre Schattenseiten. Der Kader ist nun viel zu üppig besetzt. Auf der Streichliste stehen prominente Namen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.