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Syrien : Zwei christliche Bischöfe in Aleppo verschleppt

  • Aktualisiert am

Christen besonders gefährdet: Straße in Aleppo Bild: AFP

In Syrien sind zwei christliche Bischöfe verschleppt worden. Es soll sich um den syrisch-orthodoxen Erzbischof sowie das Oberhaupt der griechisch-orthodoxen Kirche in Aleppo handeln. Ein israelischer General warf Assad derweil den Einsatz von Giftgas vor.

          Bewaffnete Angreifer in Syrien haben offenbar zwei Bischöfe verschleppt. Das Oberhaupt der syrisch-orthodoxen Kirche in Aleppo, Johanna Ibrahim, und das Oberhaupt der griechisch-orthodoxen Kirche in Aleppo, Bulos Jasidschi, seien währen eines humanitären Einsatzes im Dorf Kafr Dael in der nördlichen Provinz Aleppo verschleppt worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Sana am Montagabend. „Terroristen haben das Auto der Bischöfe im Dorf Kafr Dael abgefangen“, hieß es in der Meldung.

          Die griechisch-orthodoxe Diözese wollte sich auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht zu dem Bericht äußern. Christliche Bewohner von Aleppo sagten AFP, Ibrahim sei im Auto unterwegs gewesen, um Jasidschi vom Übergang Bab al-Hawa an der türkischen Grenze abzuholen, der von Aufständischen kontrolliert wird. Das Auto sei auf dem Rückweg von bewaffneten Männern gestoppt worden.  Diese hätten den Fahrer getötet und die beiden Bischöfe entführt.

          Israelischer General: Assad setzte Chemiewaffen

          Die syrischen Streitkräfte haben nach Ansicht des israelischen Militärs Chemiewaffen im Kampf gegen Aufständische eingesetzt. „Unserem Verständnis nach hat das Regime bei mehreren Vorfällen tödliche chemische Waffen verwendet - höchstwahrscheinlich Saringas“, sagte Brigadegeneral Itai Brun nach Angaben des Armee-Radios bei einer Sicherheitskonferenz in Tel Aviv.

          Auch die Vereinigten Staaten gehen Hinweisen nach, dass in dem Konflikt Chemiewaffen eingesetzt worden sein sollen. Regierung und Rebellen hatten sich wiederholt gegenseitig deren Einsatz vorgeworfen. Der amerikanische Präsident Barack Obama hat den Einsatz solcher Waffen als „rote Linie“ bezeichnet. Wie Amerika darauf reagieren würde, sagte er aber nicht.

          In Syrien brach vor mehr als zwei Jahren ein Aufstand gegen Machthaber Baschar al Assad aus, der sich zu einem Bürgerkrieg entwickelte. In dem Konflikt zwischen syrischer Armee und Aufständischen kamen nach UN-Angaben bereits mehr als 70.000 Menschen ums Leben. Angesichts der unsicheren Lage nehmen auch die Entführungen in dem Land zu. Minderheiten wie etwa die Christen, die etwa fünf Prozent der syrischen Bevölkerung ausmachen, sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten besonders gefährdet.

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