https://www.faz.net/-gpc-73pc2

Die von Ihnen angeforderte Seite kann leider nicht ausgeliefert werden. Das tut uns leid. Interessiert Sie eine andere Geschichte von der aktuellen FAZ.NET-Homepage?

Syrien : Viele Tote bei Luftangriff des Assad-Regimes

  • Aktualisiert am

Jugendliche in Maaret al Numaan nach dem Luftangriff am Donnerstag Bild: AFP

Im Norden Syriens sollen bei einem Luftangriff mindestens 20 Menschen getötet worden sein, unter ihnen etliche Kinder. Irans Präsident Ahmadineschad sprach sich derweil für einen Waffenstillstand aus.

          Bei einem Luftangriff des Assad-Regimes sollen am Donnerstag 20 Menschen getötet worden sein, unter ihnen zahlreiche Kinder. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ärzte in der seit zehn Tagen von Aufständischen kontrollierten strategisch wichtigen Gemeinde zwischen der Hauptstadt Damaskus und dem seit Monaten heftig umkämpften Aleppo.

          Über die Autobahn, an welcher der Ort liegt, organisieren Einheiten von Machthaber Baschar al Assads den Nachschub nach Aleppo. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadineschad sprach sich unterdessen für einen Waffenstillstand zwischen Aufständischen und Regierungseinheiten in Syrien aus. Die kuweitische Zeitung „Al Anbaa“ zitierte ihn am Donnerstag mit den Worten, „ein Waffenstillstand muss erreicht und danach ein Dialog begonnen werden“. Gemeinsam mit der Türkei, Ägypten und Saudi-Arabien bildet Iran ein „Quartett“ zur Beendigung des Bürgerkrieges in Syrien. Anders als Saudi-Arabien und die Türkei lehnt Iran eine Absetzung Assads ab.

          Die oppositionelle Freie Syrische Armee (FSA) und Dschihadisten der Al-Nosra-Front griffen die Militärbasis Wadi Daif an, die noch von der Armee kontrolliert wird, aber unter Belagerung der Rebellen steht. In der zentralsyrischen Region von Homs bombardierten die Truppen nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte die Stadt Kusseir, die von der Armee komplett belagert wird.

          In der Metropole Aleppo gingen die Regierungstruppen gegen die Rebellenhochburgen Schaar und Sukkari vor. Laut der in London ansässigen Beobachtungsstelle, die sich auf ein breites Netz von Ärzten und Aktivisten in Syrien beruft, wurden im Viertel Jarmuk in der Hauptstadt Damaskus neun Leichen gefunden.

          Derweil erhöht Deutschland seine Hilfe für Flüchtlinge in Syrien und dessen Nachbarländern um fünf Millionen Euro. Damit sollten die medizinische Versorgung verbessert und Vorbereitungen für den Winter getroffen werden, teilte das Auswärtige Amt am Donnerstag in Berlin mit. Die Flüchtlinge sollten mit warmer Kleidung, Decken und Öfen versorgt werden. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) erklärte: „Wir müssen den Flüchtlingen und den Nachbarländern, die sie so selbstlos aufnehmen, nach Kräften beistehen.“

          Der nahende Winter werde die Situation verschlimmern. Insgesamt seien damit bereits 28,3 Millionen Euro an humanitärer Hilfe der Bundesregierung nach Syrien und in die Nachbarstaaten geflossen. Westerwelle empfängt am Nachmittag UN-Flüchtlingskommissar Antonio Gutiérres in Berlin. Seit Beginn der Proteste gegen die syrische Regierung unter Präsident Baschar al Assad sind Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge mehr als 300.000 Menschen in die Nachbarländer geflohen. Allein die Türkei hat nach einer Zählung der nationalen Katastrophenschutzbehörde fast 102.000 Menschen in den 14 Auffanglagern an der Grenze aufgenommen.

          Am Samstag reist der Syrien-Sondergesandte Lakhdar Brahimi nach syrischen Regierungsangaben abermals nach Damaskus. Dort werde er mit Außenminister Walid al Muallim zusammentreffen, sagte Außenamtssprecher Dschihad Makdissi am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Brahimi hatte in den Tagen zuvor bereits verschiedene Nachbarländer Syriens besucht, um über einen Ausweg aus dem seit März 2011 anhaltenden Konflikt in dem Land zu beraten.

          Zuletzt hatte Brahimi einen Waffenstillstand anlässlich des islamischen Opferfestes Eid al Adha Ende Oktober vorgeschlagen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.