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Syrien : UN rechnen mit mehr als sieben Millionen Flüchtlingen

  • Aktualisiert am

Szene in Aleppo: Eine Schule soll von einer Scud-Rakete getroffen worden sein - die Opposition spricht von zehn Toten unter Schülern und Lehrern Bild: AP

Die UN rechnen für das Jahr 2014 mit mehr syrischen Flüchtlingen als zuvor. Zur Bewältigung der Krise fordern die UN-Hilfsorganisationen nahezu fünf Milliarden Euro - so viele Hilfsgelder wie nie zuvor.

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          Mehr als sieben Millionen Syrer werden 2014 nach Schätzungen der UN als Flüchtlinge von Nothilfe abhängig sein - in Syrien selbst oder im Ausland. Fast drei Millionen von ihnen müssten in Nachländern versorgt werden, teilten die Vereinten Nationen am Montag in Genf mit. Hinzu kämen Millionen von Menschen, die wegen des anhaltenden Bürgerkrieges in Syrien in ihren Heimatorten mit Lebensmittelspenden unterstützt werden müssten. Insgesamt riefen die Hilfsorganisationen der UN die internationale Gemeinschaft in einem Appell zur Bereitstellung von rund 6,5 Milliarden Dollar (4,7 Milliarden Euro) für hilfebedürftige Syrer im kommenden Jahr auf.

          Nach tagelanger Verzögerung haben die UN eine Luftbrücke für Zehntausende notleidende Bürgerkriegsflüchtlinge in Syriens entlegener kurdischer Region gestartet. Ein Flugzeug mit 40 Tonnen Mehl, Nudeln, Zucker, Salz, Speiseöl und anderen Lebensmitteln sei am Sonntag in Kamischli eingetroffen, teilte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Sonntagabend in Genf mit.

          Die Menschen in der unwegsamen Region im Nordosten Syriens litten unter einem extrem harten Winter, so hieß es. Aufgrund des schlechten Wetters hätten UN-Hilfsorganisationen den für Donnerstag angesetzten Beginn der Luftbrücke verschieben müssen. Das vom Welternährungsprogramm gecharterte Flugzeug startete den Angaben zufolge in Erbil, Irak. Weitere elf Flüge des WFP mit Lebensmitteln sollen in den nächsten Tagen folgen, um 30.000 Bürgerkriegsopfer einen Monat zu versorgen.

          Zehn Tote bei Angriff auf Schule in Aleppo

          Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR will mit zwölf Flügen winterfeste Decken, Planen, Schlafsäcke und Kanister aus einem Depot in Erbil in Syriens kurdische Region transportieren. Die Hilfsgüter sollten an 60.000 Menschen verteilt werden, erklärte das UNHCR. Auch das Kinderhilfswerk UNICEF werde mit einem Flugzeug Hilfsgüter liefern. Die Empfänger waren vor der Gewalt in Syrien in den nordöstlichen Teil des Landes geflohen. Es handele sich um die erste Luftbrücke mit Hilfsgütern aus Irak nach Syrien, erklärte das UNHCR. Syriens Regierung und die irakischen Behörden hätten die Erlaubnis für die Transporte gegeben.

          Ursprünglich wollte das UNHCR Lastkraftwagen für die Lieferung einsetzen. Der Plan sei jedoch wegen der gefährlichen Sicherheitslage verworfen worden. Millionen Menschen sind vor dem 2011 begonnenen Bürgerkrieg zwischen dem Assad-Regime und Rebellengruppen auf der Flucht. Weit mehr als 100.000 Menschen wurden getötet.

          Bei einem Angriff der Luftwaffe auf eine Schule in der syrischen Stadt Aleppo sind nach Angaben von Regimegegnern zehn Menschen getötet worden. Das Medienbüro der Revolutionäre von Aleppo teilte mit, über der Tajbe-Schule im Stadtviertel Al-Endharat sei am Vormittag ein mit Sprengstoff beladenes Fass abgeworfen worden.

          Es habe eine Gruppe von Schülern und Lehrern getroffen, die während des Unterrichts das Gebäude verlassen hatten, um sich vor Luftangriffen in Sicherheit zu bringen. Die Armee hatte in der nördlichen Metropole am Wochenende bereits mehrere von Rebellen kontrollierte Viertel bombardiert.

          Opposition: Geheimdienst nimmt Kinder als Geiseln

          Der Geheimdienst der syrischen Luftwaffe hat nach Angaben der Opposition zwei Familien aus einer Unterkunft für Vertriebene in Damaskus verschleppt. Die Militärs hätten die Zivilisten in der Nacht zum Sonntag als Geiseln genommen, meldeten Oppositionsmedien am Montag, Sie sollten gegen Gefangene der Rebellen in der Ortschaft Adra al-Ummalija im Umland von Damaskus ausgetauscht werden.

          Die beiden Familien sollen aus den Rebellenhochburgen Duma und Arbien stammen. Sie lebten zusammen mit anderen Vertriebenen in dem Vorort Dscharamana, der vorwiegend von Angehörigen der Minderheiten der Drusen und Christen bewohnt wird. Die Website „Zaman al-Wasl“ berichtete, die Soldaten hätten auch die Kinder, die zu den beiden Familien gehörten, mitgenommen. Nur einen Säugling hätten sie in der Obhut anderer Vertriebener zurückgelassen.

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