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Syrien : Kämpfe in Aleppo zerstören Weltkulturerbe

  • Aktualisiert am

Feuer im historischen Basar von Aleppo Bild: dapd

Im historischen Basar von Aleppo sind am Wochenende offenbar nach Artilleriebeschuss mehrere Gebäude in Brand geraten. Der Basar gehört zum Weltkulturerbe der Unesco. Am Wochenende soll es bei Kämpfen in Syrien mehr als 200 Tote gegeben haben.

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          Im Basar der heftig umkämpften Stadt Aleppo sind am Wochenende mehrere Gebäude in Brand geraten. Aktivisten der Opposition veröffentlichten am Wochenende Videos, die mehrere brennende Geschäfte zeigten. Es hieß, Artilleriebeschuss sei die Ursache der Brände. Die Altstadt des strategisch wichtigen Wirtschaftszentrums im Norden Syriens war wegen ihrer Architektur 1986 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt worden. Der überdachte Basar ist größer als der in der Hauptstadt Damaskus.

          Nach Berichten der Opposition haben Scharfschützen des Regimes Stellungen in der historischen Zitadelle bezogen. Die Rebellen und das Regime hatten schon vor Monaten verkündet, in Aleppo eine Entscheidungsschlacht zu schlagen. Moscheen und alte Festungen werden von Kämpfern beider Seiten häufig wegen ihrer strategisch günstigen Lage besetzt. Auch in anderen Teilen Syriens dauerten derweil die Kämpfe zwischen den Truppen des Assad-Regimes und den Rebellen mit unverminderter Härte an. Nach Angaben beider Seiten wurden am Wochenende mehr als 200 Menschen getötet.

          Die irakische Regierung kündigte indessen an, mit Flugzeugkontrollen Waffenlieferungen des iranischen Regimes nach Syrien unterbinden zu wollen. Das zwischen Iran und Syrien liegende Land kommt damit einer Forderung Washingtons nach. Außenminister Hoshjar Zebari sagte am Wochenende der Zeitung „ Al Hayat“, iranische Flugzeuge, die irakischen Luftraum mit dem Ziel Syrien durchquerten, sollten stichprobenartig zur Landung aufgefordert und durchsucht werden. Er, Zebari, habe die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton darüber schon informiert. Bagdad habe stets betont, keine Waffenlieferungen über sein Staatsgebiet nach Syrien zu dulden.

          Zuletzt war ein Geheimdienstbericht bekannt geworden, nach dem sowohl Waffen als auch Personal zur Unterstützung des Assad-Regimes mit zivilen Flugzeugen aus Iran nach Syrien gebracht werden. In der Türkei wurden unterdessen Zweifel an einem Bericht des Senders Al Arabija geäußert, nach dem zwei Piloten eines vor der syrischen Küste abgeschossenen türkischen Kampfflugzeugs von Kräften des Assad-Regimes getötet worden sein sollen. Der Sender berief sich auf geheime Dokumente des Kommandos der syrischen Luftabwehr, die syrische Oppositionelle übergeben hätten. Ein pensionierter türkischer Generalleutnant sagte dem Sender CNN Türk am Sonntag, das sei „ keine sehr glaubwürdige Angelegenheit“.

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