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Syrien : Amerikanischer Botschafter verlässt Damaskus

  • Aktualisiert am

Der amerikanische Botschafter in Damaskus, Robert Ford (rechts), bei einem Treffen mit Präsident Baschar al Assad im Januar dieses Jahres Bild: dapd

Weil er mehrfach von Regime-Anhängern angegriffen wurde, hat der amerikanische Botschafter in der syrischen Hauptstadt Damaskus das Land verlassen. Er protestiere damit auch dagegen, dass seine Bewegungsfreiheit eingeschränkt worden sei, sagte ein Botschaftsmitarbeiter.

          Der amerikanische Botschafter in Damaskus, Robert Ford, hat Syrien wegen der wiederholten Attacken durch Anhänger des Regimes verlassen. Das sagte ein Mitarbeiter der Botschaft am Montag. Seinen Angaben zufolge flog Ford nach Washington, um einen „Urlaub ohne festgelegtes Ende“ anzutreten. Der Botschafter protestiere damit auch dagegen, dass seine Bewegungsfreiheit eingeschränkt worden sei.

          Anhänger des Regimes von Präsident Baschar al Assad hatte in den vergangenen Monaten mehrfach sowohl die amerikanische Botschaft in Damaskus als auch den Konvoi des Botschafters attackiert. Zuletzt hatten sie Ford am vergangenen Freitag mit Tomaten und Eiern beworfen, als er sich einer Moschee in einem Stadtteil von Damaskus näherte, in dem es zuvor Protestdemonstrationen gegen Assad gegeben hatte.

          Der einflussreiche syrische Geschäftsmann Rami Machluf dementierte unterdessen Berichte der Regimegegner, wonach er einen Attentatsversuch überlebt haben soll. Dies seien Propagandalügen, ließ Machluf, ein Cousin des Präsidenten, über sein Büro mitteilen. Machluf gehört zu den reichsten Männern Syriens. Bereits im Mai hatte die Europäische Union Sanktionen gegen ihn verhängt.

          Am vergangenen Wochenende war berichtet worden, Machluf habe einen Attentatsversuch unverletzt überstanden. Zwei seiner Begleiter seien getötet worden. Aufgrund der Medienblockade der Regierung lassen sich Berichte aus Syrien oft nicht überprüfen. Mehr als 3000 Menschen sollen getötet worden sein, seitdem sich in dem arabischen Land im vergangenen März eine Protestbewegung formiert hatte.

          Ahmadineschad verurteilt Gewalt in Syrien

          Unterdessen hat Irans Präsident Ahmadineschad erstmals die Gewalt in Syrien verurteilt. „Wir verurteilen die Toten und Massaker in Syrien, egal ob die Opfer den Sicherheitskräften, der Opposition oder der Bevölkerung angehören“, sagte Ahmadineschad am Samstag dem Nachrichtensender CNN. Iran sei der Auffassung, Regierungen müssten sich um Bedürfnisse, Sicherheit und Rechte der eigenen Bevölkerung kümmern, sagte Ahmadineschad.

          Iran versuche, in Syrien eine Übereinkunft zwischen Regierung und Opposition herbeizuführen. „Wir glauben, dass es keine Einmischung von außerhalb geben sollte“, mahnte Ahmadineschad. Iran ist einer der wichtigsten Verbündeten von Syriens Präsident Assad. Unbestätigten Berichten zufolge unterstützten iranische Revolutionsgarden die syrische Regierung bei der Verfolgung der Opposition. Am Wochenende wurden beim Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die Opposition mindestens zwölf Menschen getötet.

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