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Aufmerksamkeit auf der Straße : Bitte keine E-Mails im Gehen lesen!

Schnell noch auf dem Weg zur Arbeit Mails checken? In Yamato soll das demnächst untersagt werden. Bild: dpa

Auch in Japan starren mittlerweile alle beim Gehen lieber auf ihr Smartphone als auf eventuelle Hindernisse. In Yamato will man dem nun Einhalt gebieten.

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          Vor gut einem Jahrzehnt konnte man sich in Japan selbst auf überfüllten Bürgersteigen bewegen, ohne dass es je zu Körperkontakt kam. Die Höflichkeit hielt die Japaner dazu an, Berührungen oder Rempeleien zu vermeiden. Heute ist diese Achtsamkeit oft dahin. Ein Grund dafür ist das Aufkommen der Smartphones. Auch in Japan achten viele Fußgänger mittlerweile mehr auf den kleinen Bildschirm in der Hand als auf die Menschen um sie herum.

          E-Mails nicht im Gehen lesen

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Yamato, ein Vorort von Yokohama mit rund 230.000 Einwohnern, will dieser Unsitte nun mit Recht und Gesetz entgegenwirken. Der Stadtrat beschloss am Montag eine Verordnung, wonach Smartphones im öffentlichen Raum beim Gehen nicht mehr benutzt werden dürfen. Wenn die Bürger E-Mails empfangen oder Nachrichten in sozialen Netzwerken lesen wollen, sollen sie sich künftig so an die Seite oder in Ecken stellen, dass sie den normalen Verkehr nicht mehr behindern. Strafen sind für Zuwiderhandeln freilich nicht vorgesehen.

          Yamato ist die erste Stadt in Japan, die ein solches Handy-Verbot beim Gehen beschlossen hat. Sie stützt die Verordnung auf eine Untersuchung, wonach von etwa 6000 Fußgänger rund 12 Prozent beim Gehen ihre Smartphones nutzten.

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