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Nicht bloß Bananenbrot : Was wird aus den Hobbys nach der Quarantäne?

  • -Aktualisiert am

Wer hätte vor der Pandemie vermutet, dass Puzzle noch einmal im Trend liegen würden? Bild: dpa

Kochen, backen, puzzeln, Keramik bemalen oder wandern: Das Hobby feiert eine Renaissance. Was die neuen Freizeitbeschäftigungen mit uns machen und warum es lohnt, sie auch nach der Pandemie beizubehalten.

          5 Min.

          Es ist Sonntagnachmittag. Auf dem Boden liegt ein Puzzle – es ist das zweite in diesem Monat. Die Hälfte der knapp tausend Teile sind zusammengesetzt, die restlichen 500 werden im Verlauf des Abends folgen. In der Küche köchelt ein Mandarinen-Curry vor sich hin. Der Partner hat das Rezept tags zuvor im Internet gefunden – wie viele andere in den vergangenen Wochen. Seit dem Beginn der Ausgehbeschränkungen im März aßen wir Spargel, Pasta mit gerösteten Kapern und Sardinen, Lachs mit buntem Gemüse, sogar selbst gebackene Scones. Das obligatorische Bananenbrot haben wir ausgelassen, ebenso den auf Instagram gehypten Dalgona Kaffee. Am Abend wird der Partner wieder zur Gitarre greifen, um ein paar Akkorde zu spielen. Zum letzten Mal hat er das als Jugendlicher regelmäßig getan. Während der Zeitschriftenstapel neben dem Sofa, der bisher bloß stetig gewachsen ist, endlich kleiner zu werden scheint. Freunde haben wir anfangs über Zoom getroffen, den Spieleabend inklusive. Mittlerweile werden diese Treffen wieder in die Parks verlegt. Das Brettspielen aber wurden beibehalten.

          So in etwa sieht es seit einigen Monaten wohl in vielen Haushalten aus. Die Protagonisten sind austauschbar, die Beschäftigungen auch. Gemeinsam ist allen eines: Der Alltag ist langsamer geworden, die Wahrnehmung von Zeit hat sich verändert. Und plötzlich haben wir alle Hobbies.

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