https://www.faz.net/-hrx-a3jjm

„Opa, warst du früher ein Affe?“

Illustration: Carsten Feig

20. September 2020 · Aus Anlass des Weltkindertags am Sonntag hatten wir unsere Leser auf FAZ.NET gebeten, uns originelle Sprüche ihrer Kinder und Enkel zuzuschicken. Hier eine Auswahl aus zahlreichen Einsendungen:


Julian (damals vier Jahre alt) im Kindergarten: „Wenn ich Salat sehe, wird es mir immer so seltsam ums Herz.“

Edmund Hensle, Ettenheim

Julius, seinerzeit sechs Jahre alt, fragte am Ende eines Besuchs seiner Freundin Rosa, wann er denn endlich bei ihr schlafen dürfe. Die Eltern antworteten ausweichend mit „bald“. Daraufhin Julius: „Ja, ja, bald! Vielleicht in 2000 Jahren. Aber dann bin ich schon tot und Rosa eine alte Frau!“

Stefan Grau

Stoßseufzer unseres knapp fünf Jahre alten Enkels: „Ich kann mich gar nicht an meine Kindheit erinnern.“

Klaus Heiliger, Kleinmachnow

Unser vierjähriger Sohn Nikolas war zum vierten Geburtstag der Nachbarstochter Mirella eingeladen. Ich fragte ihn: „Niki, was sollen wir bloß der Mirella zum Geburtstag schenken?“ Sofortige Antwort: „Einen Lötkolben!“

Rolf Jansen

„Opa, warst du früher ein Affe?“

Antonin Pospisil, Darmstadt

Auf die Frage, wie er meine neue Sonnenbrille findet, kam von meinem dreijährigen Sohn die eindeutige Antwort: „Ich sag dazu jetzt nichts.“

Moritz Ziegler

Tristan, sechs Jahre alt, bekommt Besuch zum Spielen von einer Schulkameradin. Tristan zur Freundin: „Eine Regel gibt es noch: Sag nie zu meiner kleinen Schwester, dass sie nicht auf mich hören soll!“

Angelika Langhagen



Beim Ins-Bett-Bringen meines vierjährigen Enkels: „Jetzt schlaf schön, der liebe Gott passt auf dich auf.“ Er: „Muss der nicht schlafen?“ Ich: „Nein.“ Er: „Ist er nachtaktiv?“

Mechthild Schulte

Emily, fünf Jahre alt: „Es gibt zwei Sachen, die ich blöd finde: Räuber, und dass man beim Wandern immer so viel laufen muss.“

Martin Schmits

Nina, sieben Jahre alt, auf die Frage, was ihre Eltern beruflich machen: „Meine Mama ist Ärztin, und mein Papa verdient Geld.“

Jens Müller

Unser Sohn Henri: „Oma, schmeckt Eierlikör eher nach Spiegelei oder nach Rührei?“

Stefan Sprickmann Kerkerinck

Wir gehen mit dem Kind an einer Kirche vorbei und erwähnen beiläufig: „Hier haben wir dich getauft.“ Ein paar Tage später geht unser Kind mit Oma an der Kirche vorbei: „Hier haben Papa und Mama mich gekauft.“

Stefan Löser

„Wo ist mein Südtiroler?“ Gemeint war der Cityroller.

Chuck Lutz

Ich: „Wie heißt das Zauberwort?“ Sie (fünf Jahre): „Limo!“

Susanne Prümm

Ich zum Kind: „Früher hatten wir gar keine Computer oder Smartphones.“ Kind: „Und wie seid ihr dann ins Internet gekommen?“

Martina Yaman

Kind, damals vier Jahre alt: „In dem Ton schon mal gar nicht!““

Änne Cordes

Gustaf, zweieinhalb Jahre alt, beim Nachtisch: „Das Eis ist mir zu kalt. Ich warte, bis es warm ist.“

Marianne Jung

Es war abends, unsere beiden Kinder waren etwas „über den Punkt“ und machten keine Anstalten, ins Bett zu gehen. Papa: „Ihr seid ja völlig übermüdet, kein Wunder, dass ihr nur noch Unsinn macht.“ Tochter, vier Jahre alt: „Papa, wenn wir müde sind, schalten wir beide Gehirnhälften ab!“

Thomas Hansen

Gestaltung: Carsten Feig

Quelle: F.A.Z.

Veröffentlicht: 19.09.2020 13:26 Uhr