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Kinderspielpreis 2020 : Der Igel rollt

  • Aktualisiert am

Ausgezeichnet: Bei„Speedy Roll“ sammeln Spieler mit dem roten Filzigel Gegenstände. Bild: dpa

Zum 20. Mal wurde am Montag der Deutsche Kinderspielpreis verliehen. Gewinner in diesem Jahr ist „Speedy Roll“: Mit einem rollenden Filzigel müssen Kinder Gegenstände aufsammeln – und sich vor dem Fuchs in Acht nehmen.

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          Das Geschicklichkeitsspiel „Speedy Roll“ des litauischen Entwicklers Urtis Šulinskas hat den Deutschen Kinderspielpreis 2020 gewonnen. Die Spieler machen bei „Speedy Roll“ ein Wettrennen durch den Wald. Dafür rollen sie einen Filzigel über den Tisch und sammeln so Gegenstände wie Äpfel oder Pilze auf. „Ich habe oft Igel im Garten und auf der Straße beobachtet. Manchmal hatten sie ein kleines Blatt auf den Stacheln. Ich habe allerdings nie einen mit einem Apfel oder einem Pilz auf dem Rücken gesehen. In der kindlichen Fantasie ist das jedoch das Bild eines Igels, der auf dem Rücken Dinge nach Hause trägt“, sagt der Entwickler zur Entstehung der Spielidee.

          Je nachdem, welche Symbole am Filzigel haften geblieben sind, dürfen die Kinder ihre Holzigel über das Spielfeld bewegen. Dabei müssen sie sich vor dem Fuchs in Acht nehmen, der die Spieler verfolgt. „Die Spannung ist zum Greifen, wenn der Fuchs näherkommt“, so Jurymitglied Hauke Petersen.

          Das Brettspiel ist für Kinder ab vier Jahren geeignet und kann mit ein bis vier Spielern gespielt werden. Es bietet einen kompetitiven und einen kooperativen Spielmodus, bei dem alle gemeinsam gegen den Fuchs antreten. „Speedy Roll“ wurde von der Jury für seinen innovativen Spielmechanismus mit dem Filzball gelobt. „Ich bin sehr glücklich über den Preis. Es ist eine Ehre, diese Art von Wertschätzung zu erhalten“, sagte Urtis Šulinskas bei der Verkündung des Gewinners. Für den Litauer war es nach seinem Spiel „Emojito“ schon die zweite Nominierung für den Kritikerpreis.

          Neben dem Gewinner „Speedy Roll“ waren außerdem die Spiele „Foto Fish“ von Michael Kallauch (Logis-Verlag) und „Wir sind die Roboter“ von Reinhard Staupe (Nürnberger Spielkartenverlag) nominiert. „Wir haben in diesem Jahrgang wirklich wahnsinnig gute Spiele gehabt“, sagt Jurymitglied Christoph Schlewinski, der die Preisverleihung moderierte. Wegen der Corona-Pandemie wurde die Preisverleihung, die eigentlich in Hamburg stattfindet, als Livestream auf Facebook übertragen. 

          Der Deutsche Kinderspielpreis wurde in diesem Jahr zum 20. Mal verliehen. Die drei nominierten Spiele hatte eine unabhängige Fachjury aus mehr als 110 aktuellen Gesellschaftsspielen ausgewählt. Berücksichtigt werden Gesellschaftsspiele für Kinder zwischen drei und acht Jahren. „Speedy Roll“ ist bei Lifestyle Boardgames/Piatnik erschienen und kostet rund 27 Euro.

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