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Promis basteln Masken : „Das wird der sinnvollste Modetrend aller Zeiten“

  • -Aktualisiert am

Auch Moderator Joko Winterscheid beteiligt sich an der Initiative #MaskeAuf. Bild: Screenshot/Instagram/officiallyjoko

Schutzmasken sind ein knappes Gut und sollten denen vorbehalten werden, die sie dringend benötigen. Eine von Prominenten unterstützte Initiative ruft für den Alltag deshalb zum selbst basteln auf.

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          Sängerin Lena hat ein Katzengesicht auf ihre Maske gemalt. Moderator Joko Winterscheidt hat sich für ein rot-weiß gemustertes Bandana entschieden, und Youtuber Rezo setzt ebenfalls auf rot. Die Promis tragen jetzt Masken – und zwar selbstgebastelte, denn medizinische Schutzkleidung ist knapp. Mit der Kampagne „Maske auf“ appellieren sie an ihre Fans, es ihnen mit Hilfe von Nadel und Faden gleich zu tun: „Das wird der sinnvollste Modetrend aller Zeiten.“

          Das Coronavirus gilt als hoch infektiös. Durch die lange Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen und die häufig leichte Symptomatik können bereits mehrere Menschen angesteckt worden sein, bevor die Infektion bemerkt wird. Auf der Internetseite von #maskeauf heißt es deshalb: „Schützt nicht dich, aber alle vor dir“. Die Masken-Bastler zeigen außerdem, dass Schutz und Kreativität sich verbinden lassen: Wer nicht den herkömmlichen Schal als Mundschutz verwenden will, kann sich aus alten T-Shirts und Kissenbezügen oder sogar Staubsaugerbeuteln eine individuelle Atemschutzmaske basteln.

          Was sagt die Wissenschaft dazu? Wie Virologe Christian Drosten am Montag im NDR-Corona Podcast erklärte, können selbstgebastelte Masken zwar den Eigenschutz nicht garantieren, dafür aber einen Fremdschutz sicherstellen. „Wenn ich niese, verteile ich Tröpfchen in der Luft. Die können von der Maske abgefangen werden.“ Wenn jeder eine Maske tragen würde, würde sich also die Ansteckungsrate verringern. Auf Twitter stellt der Mediziner allerdings klar, dass Masken die jetzigen Maßnahmen zur Distanzierung und Kontaktminimierung nicht ersetzen.

          Das Tragen von Masken sei aber auch ein wichtiges Zeichen, so Drosten: Eine Geste der Höflichkeit, des Engagements und vor allem der gesellschaftlichen Verantwortung. „Wer in der Öffentlichkeit eine Maske trägt, wird sie nicht abnehmen, um im Park aus einer Bierflasche zu trinken.“ Der Virologe verweist damit auf sogenannte Corona-Partys und hofft auf die psychologische Wirkung: Masken im Alltag als Symbol der Ernsthaftigkeit. „Einige scheinen es immer noch nicht verstanden zu haben.“

          Bereits auf zahlreichen Fashionweeks zu Beginn des Jahres war die Maske ein Mode-Accessoire. Vom Laufsteg findet sie nun ihren Weg in den Supermarkt. Trotzdem das Händewaschen hinterher nicht vergessen: Auch eine Maske schützt nicht vor Schmierinfektionen.

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