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Effekte der Maske : Schönheits-OPs in Corona-Pandemie gefragter

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Lidstraffungen erleben durch Corona einen Boom. Die Maskenpflicht lenkt die Aufmerksamkeit auf die Augenpartie. Bild: dpa

Durch die Corona-Pandemie steigt die Nachfrage nach Schönheitsoperationen. Vor allem Botox- und Hyaluronanwendungen sind populärer denn je, aber auch Fettabsaugungen und Lidstraffungen erleben einen Boom.

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          Die Nachfrage nach Schönheitsoperationen ist nach Einschätzung von ästhetisch-plastischen Chirurgen in der Corona-Krise gestiegen. Vor allem die Zahl minimalinvasiver und nichtinvasiver Behandlungen nahm demnach zu, am populärsten seien Botox- und Hyaluronanwendungen. „Lidstraffungen erleben durch Corona einen Boom“, sagt etwa ein Chirurg der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC), der größten Fachgesellschaft für Ästhetische Chirurgie in Deutschland. Das liege wohl daran, dass die Maskenpflicht die Aufmerksamkeit auf die Augenpartie lenke.

          Ein weiterer Masken-Effekt: „Lippenkorrekturen können kurzfristig zu blauen Flecken, Rötungen oder Schwellungen führen. Eine Maske verdeckt Schwellungen nach einer Lippen-OP.“

          Sowohl Frauen als auch Männer fragten zudem nach Fettabsaugungen. Dabei geht es oft um hartnäckige Pölsterchen, denen auch Sport und Diät oder eine Ernährungsumstellung nichts anhaben konnten.

          Hunderttausende Eingriffe jährlich

          Laut Statistik verschiedener Verbände sind es überwiegend Frauen, die sich für die Schönheit operieren lassen, ihr Anteil liegt bei fast 90 Prozent. Verlässliche absolute Zahlen zu Schönheits-OPs sind schwer zu bekommen. Hochgerechnet sind es aber Hunderttausende jährlich in Deutschland – Tendenz steigend.

          Allein bei den mehr als 100 VDÄPC-Ärzten, etwa einem Zehntel der Schönheitschirurgen in Deutschland, stieg die Zahl der Eingriffe insgesamt schon im Jahr 2019 auf gut 83.000 (nach 77.000 im Vorjahr). 2020 könnte sie bei etwa 100.000 gelandet sein.

          Der Düsseldorfer Facharzt Alexander Hilpert sagt, zuletzt seien mit der Selfie-Debatte die Patienten unter 30 in den Blick geraten. „In der Diskussion schwingt dabei oft mit, dass sie sich von sozialen Medien zu nicht-notwendigen Eingriffen und Behandlungen verführen lassen.“ Seine Erfahrung sei jedoch, dass junge Leute mit ganz konkreten Leiden kommen. Bei unter 30-Jährigen egal welchen Geschlechts gehe es am häufigsten um eine Brustbehandlung. Frauen wollen sie oft größer, Männer geformt und straffer. Viele hadern seit der Pubertät mit ihrer Brustpartie. „Da Abhilfe zu schaffen und das Selbstwertgefühl zu stärken, steht im Vordergrund – kein modischer Trend.“

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