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Autorin und Podcasterin Jule Wasabi (r.) gehört zu den ersten Nutzern der Clubhouse-App. Bild: obs

„Jule Wasabi“ über Clubhouse : „Ich glaube nicht, dass es ein Trend ist“

  • -Aktualisiert am

Podcasterin Juliane Wieler und Blogger Sascha Lobo haben am Dienstagabend die App Clubhouse an ihre Grenzen gebracht. Was dort mit Thomas Gottschalk schief lief und wie Wieler die Zukunft der App einschätzt.

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          Frau Wieler, Sie zählen zu den Early-Adoptern der neuen Clubhouse-App. Wie haben Sie die ersten Tage auf Clubhouse erlebt und wie viel Zeit verbringen Sie gerade in der App?

          Vier bis fünf Stunden. Aber natürlich nicht aktiv, ich höre auch einfach viel zu. Gerade die Mittagsräume wie „Mittag im Regierungsviertel“ sind total interessant. Gerade abends versuche ich aber, nicht ewig in der App zu hängen. Unseren Talk am Dienstagabend haben wir deswegen bewusst auf eine Stunde beschränkt.

          Es wurde etwas länger als eine Stunde. Für die Verspätung hat Ihr Gast Thomas Gottschalk gesorgt. Was ist da passiert?

          Sascha Lobo und ich wollten über den Tag reden und ein Gespräch führen, das nicht rein politisch ist, sondern einfach darüber, was für uns und den Gast wichtig war. Dazu haben wir Thomas eingeladen, und da ist gleich am Anfang etwas schief gegangen, und wir mussten Thomas wegen technischer Probleme aus dem Raum entfernen. Aber wenn jemand einmal aus einem Raum herausgeschmissen wurde, kann man ihn später nicht mehr hinzufügen. Überhaupt hat die App die ganze Zeit gesponnen, wohl weil wir so viele – über 5000 Menschen – waren und der Raum auch irgendwann zu voll war. Da ist Clubhouse an seine Grenzen gestoßen.

          Wie werden Sie die App weiter nutzen?

          Ein bisschen so, wie ich auch das Podcast-Format in letzter Zeit genutzt habe. Für mich ist die App eine Mischung aus Ted Talk, Masterclass und Podcast. Ich bin auch irgendwie erleichtert, weil ich in letzter Zeit eine Podcast-Unterversorgung hatte – jetzt habe ich noch eine App mehr. Außerdem finde ich es toll, wenn Inhalte miteinander konkurrieren. Das belebt das Business.

          Glauben Sie Clubhouse ist ein kurzweiliger Trend, oder entsteht da gerade etwas Großes?

          Ich bin gespannt, wie sich die Inhalte und die Nutzung ändern, wenn die Promis die Lust dran verlieren. Gerade sind sie ein unheimlicher Pull-Faktor: Wenn jemand prominentes im Raum ist, kommen ganz viele Leute hinzu – dadurch entsteht ein großes Publikum. Aber ich frage mich, wie sich die Inhalte verändern, wenn keine 3000 Leute mehr zuhören. Ich sehe sehr viel Potenzial in Clubhouse und glaube nicht, dass es ein Trend ist. Es gab davor schon andere Plattformen, bei denen man sich angemeldet hat und sie nie genutzt hat, aber seit ich Clubhouse habe, benutze ich es jeden Tag und freue mich, die App zu öffnen. Ich glaube, dass eher Chancen entstehen. Klar gibt es berechtigte Kritikpunkte, aber die weitere Entwicklung zu verfolgen, finde ich spannend.

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