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Begehrte Keramik : Sommergefühl aus gebranntem Ton

Neue Filiale in Frankfurt: Nicht Ikea, aber auch nicht Villeroy & Boch Bild: Diana Cabrera Rojas

Handgefertigte Keramik aus Portugal: Damit ist „Motel a Miio“ nun auch in Frankfurt erfolgreich und holt das Urlaubsgefühl in die eigenen vier Wände.

          2 Min.

          Meerblau mit Tupfern. Ein zartes Rosa. Sonnenblumengelb. Ein grüner Pastellton. Farbenfroh ist es, das Keramikgeschirr von „Motel a Miio“. Und ziemlich begehrt. Das lässt sich daran erkennen, in welchem Tempo das Unternehmen aus München immer neue Läden eröffnet. Zwölf sind es seit der Gründung im Jahr 2016 mittlerweile in Deutschland und Wien. Der jüngste hat Ende Mai im Frankfurter Bankenviertel, an der Kaiserstraße, aufgemacht. Mit einer trutschigen Töpferstube hat er nichts gemein: Aufgeräumt, großzügig, wie eine edle Modeboutique erscheint das Geschäft. Auf minimalistischen Verkaufsinseln aus hellem Holz stapeln sich Teller, Tassen, Schüsseln, Müslischalen, Dosen und Vasen.

          Alexander Jürgs

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Geschichte von „Motel a Miio“ klingt fast zu schön, zu sehr nach dem Geistesblitz eines Marketing-Profis, um wahr zu sein. Doch die Inhaberinnen, die ehemaligen Grafikdesignerinnen Laura Castien und Anna von Hellberg, schwören, dass alles genau so passiert ist: Im Familienurlaub in Portugal haben die Frauen sich in einer Tapasbar in das schöne Geschirr, in dem dort die Gerichte serviert wurden, verguckt, von den Inhabern des Restaurants besorgten sie sich die Adresse der Töpferei. Dort haben sie dann aber nicht bloß ein paar Andenken eingekauft, sondern gleich eine Palette voller Geschirr geordert. Sie waren sich sicher, dass auch viele ihrer Freunde und Bekannten Gefallen an der portugiesischen Keramikware finden würden. Der Plan ging auf: In einem Ladengeschäft im Münchner Glockenbachviertel absolvierten sie ihren ersten Pop-up-Verkauf. Mit diesen Märkten auf Zeit, meistens übers Wochenende, zogen sie bald auch in andere Städte. Parallel dazu entstand ein Online-Shop. Und schließlich, wieder in München, das erste reguläre Geschäft.

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