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Elektrofahrräder : Entspannt zur Arbeit

Schnell und modisch grau: das Fahrrad „Mammut Edition Power“ Bild: Ebike24

Das perfekte Fahrrad für den Pendler-Alltag zu finden, ist derzeit nicht ganz so einfach, Kompromisse sind nötig. Wir haben ein günstiges Angebot gefunden.

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          Beim bevorzugten Händler am Ort ist es ausverkauft. Natürlich. Fahrräder bekommt man derzeit nur noch zugeteilt, insbesondere Modelle mit elektrischer Kraftunterstützung. Hinzu kommt die Schwierigkeit mit der Rahmenhöhe. Warum nur sind Modelle mit einer Höhe von 60 Zentimetern so schnell ausverkauft, auch in Nicht-Corona-Zeiten? Lässt sich an der Einkaufspolitik nicht etwas ändern? Kurzfristig jedenfalls nicht, also recherchieren wir im Internet. Dabei lernt man: Viel Geld für ein Elektro-Fahrrad mit den teuersten Komponenten ausgeben, um dann zu sagen, man habe das Beste vom Besten, ist leicht – vorausgesetzt, man hat die dafür nötigen finanziellen Mittel. Wenn man aber auf der Suche nach einem Rad für den Pendler-Alltag ist, das gut genug und nicht zu teuer ist, also auch nicht sofort gestohlen wird, stellt sich die Frage: Was ist der beste Kompromiss?

          Das Ergebnis: Wer deutlich weniger als 3000 Euro für ein solches Rad ausgeben will, muss auf Komponenten zurückgreifen, die vor gut einem Jahr gerade noch modern waren, inzwischen aber nicht mehr dem allerneuesten Stand der Technik entsprechen. Das heißt, man bekommt einen Akku mit 500 Wattstunden und zum Beispiel einen schönen Motor von Bosch, sogar mit der Modellbezeichnung Performance Line CX, die einmal richtig „state of the art“ war, aber nicht in der hier verbauten dritten Generation bevorzugt wird, sondern in der vierten. Daraus ergeben sich Unterschiede in der Lautstärke und im Fahrverhalten oberhalb der elektrisch unterstützten Geschwindigkeit von bis zu 25 Kilometern in der Stunde. Es gibt (verwöhnte) Kollegen, die sagen, ein Rad in dieser, sagen wir einmal klassischen, Konfiguration, fahre sich wie ein Moped.

          Hochwertige Massenware

          Ganz so schlimm ist es nun nicht, wie eigene Testfahrten zeigen, aber es ist auch nicht ganz falsch. Doch wir sind ja auf der Suche nach einem günstigen Angebot. Und das lässt sich bei einem typischen Händler, der der Einkaufsgenossenschaft ZEG angeschlossen ist, auch finden: Es heißt „Mammut Edition Power“ in Castlegrey, und Grau ist im Moment wohl eine Modefarbe. Der Akku ist schön in den Rahmen integriert, was noch längst nicht überall selbstverständlich ist. Die Technik von der Shimano-Deore-Schaltung bis hin zur Scheibenbremse und zur Beleuchtung entspricht den Hinweisen zum Motor: Massenware würde der eine sagen, mehr als gut genug der andere. Jedenfalls ist alles qualitativ durchaus hochwertig. Das Rad kostet 2699 Euro, bleibt also gerade im finanziellen Rahmen. Es hat einen Gepäckträger, und auf den gut 16 Kilometern zur Arbeit schwitzt man nicht, wenn man die Fahrweise entsprechend anpasst. Was will man also mehr – außer dieses Rad mit einer Akku-Reichweite von deutlich mehr als 100 Kilometern, wenn man die Elektromobilität auf dem Weg zur Arbeit endlich selbst ausprobieren möchte?

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