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Der Wandertipp für Rhein-Main : Ein Symbol der Freundschaft

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Wenn nicht unter Bäumen abgestiegen wird, kann man zurückkehren – oder sich eben gleich nach rechts wenden – und weiter zur „Bastion“ laufen für den Blick über die Heppenheimer Starkenburg und von dort zum achtsäuligen „Freundschaftstempel“. Er markiert den oberen Absatz der tief eingesenkten Herrenwiese, die optisch und räumlich mit dem Herrenhaus verbindet. Beiderseits kommt man hinunter.

Für das zwischen Platanen gereihte „Dörfchen“ wendet man sich nach links leicht abwärts. Ansonsten geht es nach rechts, vorbei an prachtvollen Mammutbäumen in den von Obstwiesen geprägten ländlichen Teil. Entweder hält man sich hier mit der Apfelallee unverändert geradeaus, oder man hängt die nördliche Hangseite zur „Grotte“ an. Sie will über einen pappelgesäumten Weg erstiegen sein und oben im Wald, noch vor der Rechtskurve, auf einen unscheinbaren Pfad. Dahinter geht es weiter hinauf.

Allerdings sind die vielgepriesenen „Neun Aussichten“ zugewachsen, was auch das Luisendenkmal in dunkle Schatten taucht, eine Gedenkstätte der Erbprinzessin Luise für ihre frühverstorbenen Schwestern. Nach kurzem Bergab strebt man zwischen Baum- und Wiesenrand dem östlichen Parkende zu, nicht ohne die rindenumkleidete „Eremitage“, etwas versteckt linksseitig, aufzusuchen. Bald danach biegt die Apfelallee scharf rechts ein und findet Anschluss an einen Höhenweg.

Wieder darf gewählt werden: Entweder folgt man nach rechts direkt den diversen Zeichen wie S 1 oder gelbe 7. Diese sind, weil als Rundweg angelegt, auch maßgeblich für eine Extraschleife über Schönberg. Dazu geht es nach links und nach 500 Metern rechts in einen Hain dichtstehender Eichen, Robinien und Eschen, wie er den Naturschwärmern des 18. Jahrhunderts gefallen hätte. Der Schlängelpfad endet vor Schönberg; nur noch mit der 7 gelangt man rechts durch die Straßenkehre und weiter links zum Vorhof des von Renaissance-, Barock- und historistischen Elementen geprägten Schlosses der Erbacher Grafen.

Es ist unzugänglich und jetzt auch der stets öffentliche Landschaftspark gegenüber, der nach einem Besitzerwechsel zunehmend verwildert. Die Ziffer führt drüben wieder hinab. Erst jetzt wird man der auf einem Felssporn thronenden Anlage in ihrer ganzen Länge gewahr. Die dortige Trauerweide bildet die Wegmarke, rechts aufwärts das kleine Schönberg zurückzulassen.

Oben, am Parkraum der Sportplätze, laufen beide Varianten zusammen, womit es fortan dem blauen Zinnenkranz des Burgenwegs vorbehalten ist, das Finale zu bestreiten. Nach einem Waldstück öffnet sich ein großartiges Panorama über die Bergstraße, gesteigert noch bis Pfälzerwald und Donnersberg von der baumbeschatteten Terrasse der beliebten Einkehr „Kirchberghäuschen“.

Dass die 1857 erbaute Gaststätte einen säulengezierten Portikus besitzt, ist erst zu erkennen, wenn man mit dem Burgenweg jenseits der Tische in den steilen Pfad einschwenkt (alternativ kann etwas oberhalb des Gasthauses mit B 1 auf einem befestigten Weinbergsweg abgestiegen werden). Unten weisen beide Routen zum frei zugänglichen Stadtpark am teils gastronomisch genutzten Rodensteiner Hof vor dem Ritterplatz.

Sehenswertes

Im Bensheimer Stadtteil Auerbach liegt etwas versteckt das Fürstenlager der Regenten von Hessen-Darmstadt. Nach Gestaltung und Anspruch gilt es als eine der authentischsten Anlagen, im Sinne Rousseaus im Einklang mit der Natur zu leben.

Die einfachen Mansardhäuschen für die Hofhaltung entstanden nach 1790 an einem 1739 gefassten, aber unergiebigen „Gesundbrunnen“. Fast alle Einrichtungen – der Parkplan verzeichnet 33 – sind erhalten und vollständig saniert. Das schließt die gärtnerischen Vorgaben der

42 Hektar großen Anlage zwischen Alleen, exotischen Gehölzen, Obstbäumen und verschwiegenen Plätzen ein. Angegliedert wurden Dauerausstellung und Museumsshop.

Weitgehend restauriert sind auch die historischen Bauten in Bensheim, insbesondere die Adelshöfe Dalberg und Rodenstein (mit öffentlichem Park), sowie die exponiert stehende klassizistische St.-GeorgKirche. Die nördlichen Wohnviertel prägen zahlreiche, um 1900 erbaute Villen Heinrich Metzendorfs.

Im Stadtteil Schönberg überragt das mächtige, bis zur Renaissance zurückreichende Schloss der Erbacher Grafen den Talgrund (nichtöffentlich).

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