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Cillian Murphy im Gespräch : „Ich bin ganz gut, wenn es um Apokalypsen geht“

  • -Aktualisiert am

War schon vom ersten Teil des Gruselthrillers „A Quiet Place“ begeistert: Schauspieler Cillian Murphy Bild: Picture-Alliance

Cillian Murphy bleibt Zuschauern nicht nur wegen seiner markanten Züge im Gedächtnis. Im Interview erzählt der Schauspieler, warum er beim Dreh des Horrorfilms „A Quiet Place 2“ an seine Kinder dachte und wieso ihn der Erfolg der Gangsterserie „Peaky Blinders“ überraschte.

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          Es gibt Schauspieler, deren Gesichter man nicht so schnell vergisst – Cillian Murphy gehört dazu. Der Ire mit den eindrucksvollen blauen Augen und den scharf geschnittenen Wangenknochen wurde durch Danny Boyles Film „28 Days Later“ berühmt, spielte später in „Unterwegs nach Cold Mountain“, „Breakfast on Pluto“ oder „Red Eye“ mit und stand mehrfach für Christopher Nolan vor der Kamera ( „Batman Begins“, „Inception“, „Dunkirk“). 2013 übernahm Murphy, der 2015 mit Frau und zwei Kindern von London nach Dublin zog, die Hauptrolle in der Gangster-Serie „Peaky Blinders“, deren sechste und letzte Staffel gerade gedreht wurde. Jetzt ist der 45-jährige in „A Quiet Place 2“ zu sehen, der ab dem 24. Juni in den deutschen Kinos startet und in den USA bereits der erfolgreichste Film seit Beginn der Corona-Pandemie ist.

          Herr Murphy, vermutlich kannten Sie den Film „A Quiet Place“, als man Ihnen eine Rolle in der Fortsetzung anbot, oder?

          Na klar, ich habe ihn im Kino mit meinen Söhnen gesehen. Für mich war das 2018 einer der besten Filme des Jahres. Ich schrieb danach sogar eine Email an den Regisseur John Krasinski, um ihm zu sagen, wie beeindruckt ich war. Allerdings fand ich das dann doch irgendwie albern und habe sie nie abgeschickt. Ein Jahr später schrieb er dann lustigerweise mir.

          Direkt mit dem Angebot für die Fortsetzung?

          Genau, er schickte mir sein Drehbuch und bot mir direkt die Rolle an. Dabei kannten wir uns persönlich gar nicht. Jedenfalls habe ich auch direkt zugesagt, denn was er da geschrieben hatte, begeisterte mich wie der erste Teil.

          Die weibliche Hauptrolle im Film spielt ja Krasinskis Ehefrau Emily Blunt. Ist man in dieser Familiendynamik als Außenstehender nicht irgendwie das fünfte Rad am Wagen?

          Ich war gespannt, wie das werden würde, denn mit einem Ehepaar hatte ich in dieser Form noch nie zusammengearbeitet. Aber ich fühlte mich dann letztlich nie als Störfaktor. Im Gegenteil. Die beiden funktionieren nicht nur privat wie beruflich ganz fantastisch als Team, sondern sind auch wirklich sehr herzlich, offen und großzügig ihren Mitstreitern gegenüber. Dass ich nun als neues Mitglied in die kleine Filmfamilie aufgenommen wurde, die sie beim ersten Film kreiert hatten, fühlte sich sehr gut an.

          Über Ihre Rolle in „A Quiet Place 2“ darf man nun eigentlich vorab kaum etwas verraten. Aber möglichst wenig gesprochen wird auch dieses Mal...

          Was mir sehr entgegen kam, denn ich bin ohnehin einer dieser Schauspieler, die gerne ihren Text so gut wie möglich zusammenstreichen. Warum sollte man Worte verlieren, wenn man etwas auch non-verbal kommunizieren kann, mit Mimik oder Blicken. Ich spiele ja auch viel Theater, wo man in der Regel viel physischer spielt als vor der Kamera. Dass ich so ähnlich nun auch mal bei einem Film vorgehen konnte, war eine ungewohnte, aber aufregende Herausforderung.

          Sie haben selbst Kinder. Spielt das eine Rolle, wenn man in einem Film mitspielt, in dem es darum geht, Kinder beschützen und für ihr Überleben sorgen zu müssen?

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