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Kragen hoch oder runter : Kommt das Poloshirt zurück?

  • -Aktualisiert am

Seit den dreißiger Jahren eine Instanz: Tennisprofi Novak Djokovic. Bild: dpa

Am Poloshirt scheiden sich die Geister. Doch anscheinend erlebt es derzeit eine Renaissance, vor allem da es Hemd und T-Shirt definitiv eines voraus hat.

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          Wimbledon, 1934. Der Brite Fred Perry tritt im Finale des Turniers gegen Jack Crawford aus Australien an. Beide tragen weiße Bundfaltenhosen und weiße Hemden – Perry allerdings trägt ein Polohemd, Crawford ein langärmliges Button-up-Hemd. Die sonnenbehüteten Köpfe der Menge schnellen von links nach rechts, dem rasanten Ballwechsel folgend. Crawford, der anfangs noch recht siegessicher in die Kameras gelächelt hatte, hat mittlerweile die Hemdsärmel hochgekrempelt. Am Ende gewinnt Perry 6:3, 6:0, 7:5. Ein Triumph, nicht nur für Großbritannien und einen Spieler aus der Arbeiterklasse, der erst vier Jahre zuvor von Tischtennis auf Tennis umgeschwenkt hatte. Es war auch ein Sieg für das Polohemd.

          Perry war jedoch nicht der Erfinder des Polohemdes; Polospieler in Indien trugen es schon eine Weile, bevor eine andere Tennislegende es aufgriff. Auf den Markt gebracht wurde das Sporthemd mit der verkürzten Knopfleiste von René Lacoste, der bei den US Open 1926 sein „Tennisshirt“ aus Piqué-Baumwollgewebe erstmals präsentiert hatte. 1933 wurde das Modell L.12.12 lanciert und mit einer Werbekampagne beworben. Schnell löste es auf den Tennisplätzen der Welt das steife weiße Hemd und die Krawatte ab, die zum Teil auch noch getragen wurde. Bequemlichkeit siegte auf dem Platz und in der Garderobe auch damals schon. Nicht nur im Tennis hielt das flexible Shirt schnell Einzug.

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