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Lagerfeld-Vertrauter Jondeau : „Heute trage ich mich selbst“

„Karl hat mir gezeigt, wie man sich mit Mode besser fühlt“: Sébastien Jondeau präsentiert in Florenz seine erste eigene Kollektion. Bild: Helmut Fricke

Er war sein Leibwächter, Assistent und Vertrauter: Vier Monate nach dem Tod von Karl Lagerfeld hat Sébastien Jondeau nun eine neue Aufgabe.

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          „Hallo, guten Tag“, sagt er zur Begrüßung, und zum Abschied ruft er: „Tschüss!“ Sébastien Jondeau kennt noch mehr deutsche Wörter. Und wenn sich zwei Deutsche unterhalten, versteht er sogar ungefähr, um was es geht. Er hat keine deutschen Verwandten, und in den Pariser Vorstädten, in denen er aufwuchs, stand Deutsch nicht auf dem Lehrplan. Aber er hat eben immer auf das gehört, was sein Chef sagte.

          Alfons Kaiser

          Verantwortlicher Redakteur für das Ressort „Deutschland und die Welt“ und das Frankfurter Allgemeine Magazin.

          Zwei Jahrzehnte lang hat Sébastien Jondeau an der Seite von Karl Lagerfeld gearbeitet. Er war dessen Bodyguard, Fahrer, Assistent, Vertrauter. Und weil der deutsche Modeschöpfer, der am 19. Februar gestorben ist, äußerst vielseitig war, lernte der Junge aus der Vorstadt bei ihm viel über Mode, Menschen und Sprachen. Lagerfeld feuerte seine Sätze in Französisch und Englisch ab, in seiner Muttersprache und in Italienisch. Deshalb versteht Jondeau am Donnerstag auf der Modemesse Pitti Uomo in Florenz auch italienische Wortbeiträge.

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