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Skims und Fendi : Mit Kim im Sinn

Vorbild für viele: Kim Kardashian macht selbst Werbung für ihre Kooperation mit Fendi. Bild: Donna Trope/Fendi x Skims

Das Zeitalter der Kooperationen ist noch nicht zu Ende: Jetzt arbeitet Kim Kardashian mit der italienischen Modemarke Fendi zusammen.

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          Dua Lipa peppt Elton John auf. Balenciaga macht Hoodies für Freunde des Videospiels Fortnite. Die K-Pop-Gruppe BTS holt sich die Rapperin Megan Thee Stallion als stimmliche Verstärkung. Katy Perry singt „All You Need Is Love“ für eine Weihnachtskampagne der Marke Gap – was Kooperationen in Mode und Musik angeht, wundert man sich bald über gar nichts mehr. Vielleicht noch darüber: Fendi arbeitet mit Skims zusammen. Fendi? Die aus Rom, die mit der Pelzmode? Mit Skims, dieser Marke mit der schmeichelnd engen Shapewear von Kim Kardashian?

          Kooperation für die Zeit abwegiger Konstellationen

          Alfons Kaiser
          Verantwortlicher Redakteur für das Ressort „Deutschland und die Welt“ und das Frankfurter Allgemeine Magazin.

          Ja, genau. In Zeiten, in denen sogar die FDP mit den Grünen über eine Koalition verhandelt, ist an seltsamen Kombinationen offenbar alles möglich. Mit Kim Jones, dem Kreativchef der Fendi-Damenmode, ohnehin. Wenn man so will, ist er selbst eine einzige gelebte collaboration. Denn der britische Designer, der sich mit der amerikanischen Designer-Darstellerin zusammengetan hat, arbeitet nicht nur seit einem Jahr bei Fendi, als Nachfolger des verstorbenen Karl Lagerfeld. Seit gut drei Jahren ist er auch der Männermode­designer von Dior. Und weil der selbst­bewusste Designer einer Marke gerne seinen Stempel aufdrückt, heißt die Herrenmodesparte der Pariser Marke seit 2018 nun nicht mehr französisch elegant Dior Homme, sondern Dior Men. Männer für Dior in Paris, Damen für Fendi in Rom: Für den Londoner sind solche Überkreuzkombinationen daily business.

          Fast schon Teil der Familie: Delfina Delettrez und ihre Mutter ­Silvia  Fendi arbeiten eng mit Kim Jones zusammen; hier sind die drei Designer nach der Fendi-Schau im ­September in Mailand zu sehen. Das ­Vertrauen ­erwidert Jones mit  Ideen.
          Fast schon Teil der Familie: Delfina Delettrez und ihre Mutter ­Silvia Fendi arbeiten eng mit Kim Jones zusammen; hier sind die drei Designer nach der Fendi-Schau im ­September in Mailand zu sehen. Das ­Vertrauen ­erwidert Jones mit Ideen. : Bild: Reuters

          Auch in einem vorherigen Job hat er das schon gezeigt. Als Designer der Louis-Vuitton-Männerkollektionen arbeitete er mit der trendigen Streetwear-Marke Supreme zusammen. Bei Dior Men tat er sich unter anderem mit den amerikanischen Künstlern Kaws und Daniel Arsham, dem schottischen Maler Peter Doig und dem Rapmusiker Travis Scott zusammen.

          Daher kam Kim nun auch schnell Kim in den Sinn. Schon bei einem seiner ­ersten Meetings bei Fendi passierte es. Kim Jones saß mit seinem Team zusammen, unter anderem mit Silvia Venturini Fendi aus der dritten Generation der Gründerfamilie, die sich vor allem um Accessoires und Herrenmode kümmert, und deren Tochter Delfina Delettrez Fendi, die für den Schmuck der Marke zuständig ist. Als sie sich in Rom am Tisch unterhielten, so erzählt es Jones im Gespräch, schwiegen plötzlich alle Frauen und schauten auf ihre Handys. Was war passiert? Sie warteten gespannt auf die digital übertragene Premiere einer neuen Skims-Kollektion. Sein logischer Gedanke: Vielleicht sollten wir etwas mit ihr zusammen machen?

          „Ich habe auch eine Freundin, die ist Buchhalterin“

          Kim Kardashian West und Kim Jones: Das passt nicht nur wegen des gemein­samen Vornamens. Das passt auch schon deshalb, weil Kim Jones ein Kind des Celebrity-Zeitalters ist. Über seine Laufstege gehen auch Demi Moore und Kate Moss, nach den Schauen lässt er sich mit David Beckham oder Naomi Campbell abbilden. „Das mache ich nicht, weil sie prominent sind“, beteuert er. „Ich kenne sie einfach schon lange, das ist ganz natürlich. Ich habe auch eine Freundin, die ist Buchhalterin.“

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