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Mode im Sommer : Der Ausschnitt setzt den Ton

Ein Kleid, das Modegeschichte schrieb, auch wegen des Ausschnitts: Jennifer Lopez 2019 bei der Schau von Versace in dem Jungle-Print-Dress des Hauses. Bild: dpa

Haltungen, Gefühle, Rollen – das alles zeichnet sich an der Neckline ab. Über eine Grenze, an der das Ich und die Welt sich kennenlernen.

  • -Aktualisiert am
          4 Min.

          Wer jemals im Krankenhaus war, der wird den kleinen V-Ausschnitt kennen, der für den Schlupf-Kasack des pflegerischen und medizinischen Fachpersonals typisch ist. Er entspricht ungefähr der Ausschnittgröße, die entsteht, wenn man zwei Knöpfe einer Bluse offenlässt, und gehört zur sogenannten Surplice-Neckline, einem an der Spitze übereinandergeschlagenen V.

          Auf dem Juli-Cover der britischen „Vogue“ war die nordirische Hebamme Rachel Millar mit solch einem Ausschnitt zu sehen. Eine Frau mit perfektem Haaransatz und einem ermutigenden Lächeln. Dass dieses kleine V der aktuell wichtigste unter den Ausschnitten ist, leuchtet ein. Die Stilberater würden sagen, dass er dem Look etwas Aufgeräumtes, Waches verleiht und dass die Form den Blick nach oben zieht. Sie würden von Schultern sprechen. Davon, dass das V besonders für kräftig gebaute Menschen und solche mit großen Brüsten geeignet sei. Und sie würden die Gesichtsform bestimmen. Ist sie eckig oder rund? Herzförmig, oval oder länglich? Gut wäre in diesem Fall ein rundes Gesicht. Über das Gesicht selbst wäre wenig gesagt. Kein Wort über die Spuren langer Nachtschichten. Keine Silbe über Hoffnung und Angst.

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