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Vintage-Scouts : Was Designstudenten über die Mode von morgen wissen

Die Folgen der Textilproduktion betreffen uns alle. Vintage-Shopping, wie hier bei „Vintage Revivals“ in Frankfurt, liegt deshalb im Trend. Bild: Daniel Vogl

Im 20. Jahrhundert ging es vor allem darum, wie Mode aussah. Jedes Jahrzehnt hatte seinen Look. Im 21. Jahrhundert könnte sich klären, welchen Sinn schöne Kleider haben.

          3 Min.

          In der Schulzeit konnte Maja Spence irgendwann in keinen H&M mehr gehen. Gestört hat sie an der Atmosphäre der Discounter-Läden vieles, vor allem aber das: „Dieses stumpfe Shopping, dieses stumpfe Konsumieren. Dass Ideen einfach so ausgebeutet werden können.“ Das soll nicht bedeuten, dass die heute 30 Jahre alte Studentin kein Interesse an Mode gehabt hätte. In ihrer Freizeit durchstöberte sie Flohmärkte, ihr Interesse an Vintage wuchs. Nach dem Abitur schrieb sie sich für ein Designstudium an der Hochschule für Künste (HfK) Bremen ein. Im Bachelor wurde sie ungeplant schwanger. Fortan musste sie neben dem Studium Geld verdienen, jobbte in der Gastronomie.

          Jennifer Wiebking
          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          In Vintage-Läden ging sie noch immer gerne. Einmal hörte sie dabei ein Gespräch: „Da stand eine Frau, die Stücke auf Kommission abgegeben hatte. Aber das waren nicht ihre eigenen Kleider. Die hatte sie selbst erst zusammengesucht.“ Bei der Frau handelte es sich um einen Scout, für Vintage-Mode. Maja Spences erster Gedanke: „Das kann ich auch.“ Der zweite: „Das mache ich ja schon.“ Denn sie hatte längst verstanden, dass auch alte Mode aktuellen Trends entsprechen kann.

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