https://www.faz.net/aktuell/stil/mode-design/warum-ploetzlich-tausende-follower-auf-instagram-weg-waren-16041058.html

Stars verlieren Instagram-Fans : Und plötzlich waren Tausende Follower weg

  • Aktualisiert am

Wayne Carpendale ruft zur „Neukundenwerbung“ auf. Bild: instagram.com/wayne_interessiert_s

„Da schläft man mit 150.000 Fans ein und wacht mit 147.000 auf“ – nicht nur Schauspieler Wayne Carpendale hat sich über verschwundene Instagram-Follower geärgert. Mit einer gezielten Löschaktion hat das allerdings nicht zu tun.

          2 Min.

          Rapper Marteria zieht sein Shirt hoch und reibt seinen nackten Bauch an dem eines Kumpels. Die Szene postete er am Mittwochabend auf Instagram – mit diesem „Bild der sexuellen Erregung“ wolle er seine Follower zurückzugewinnen, schrieb er. Ganze 13.000 habe er in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch verloren. Schauspieler Wayne Carpendale, der nach eigenen Angaben 3.000 Fans verloren hatte, setzte zum Rückgewinn auf folgendes Angebot: Wer ihm fünf neue Fans werbe, für den gebe es einen Schmatzer. 

          Mit dem plötzlichen Fanschwund waren die Beiden nicht alleine. Ob Prominente, Influencer oder Privatpersonen, bei zahlreichen Instagram-Nutzern war die Zahl der Abonnenten plötzlich kleiner. Bei manchen fehlten nur ein paar Hundert, bei anderen schon ein paar Tausend, bei Kylie Jenner und Ariana Grande sogar rund zwei bis drei Millionen. 

          Noch immer zählt die Zahl der Abonnenten zu der harten Währung auf Instagram. Auch wenn es auf dem Werbemarkt einen Trend zu den sogenannten Mikroinfluencern gibt – also Instagram-Nutzern mit wenig Fans, die aber Nischenthemen authentisch besetzen – gilt nach wie vor: Je mehr Follower man hat, desto mehr Werbeangebote gibt es, und desto mehr Geld kann man für einen Post verlangen. Und schön fürs Ego ist es natürlich auch. Entsprechend emotional und weniger humorvoll als Marteria, dem ohnehin mehr als eine halbe Million Nutzer folgen, reagierten die Betreiber von vergleichsweise kleinen Accounts in den Kommentaren auf dem deutschen Profil der Plattform: „Ehrenlos“, ist da zum Beispiel zu lesen. Eine andere Nutzerin schrieb, Instagram habe ihr den Tag versaut – vor lauter Wut war sie offenbar an der Feststelltaste hängen geblieben. Der Grund: Erst kürzlich habe sie die 10.000-Abonnenten-Marke erreicht, und sich „so gefreut“ und nun seien 1000 wieder weg. „Habt ihr nix besseres zu tun“, schimpfte einer, „was sol der dreck (sic!)“, ein anderer.

          Ja, was sollte das? Schnell lag die Vermutung nahe, dass es sich mal wieder um eine Löschaktion handelte, bei der Instagram gezielt gefälschte Accounts und Bots löscht. Solche Aktionen hatte es in der Vergangenheit  öfter gegeben, Instagram verspricht dadurch mehr „echte“ Interaktionen auf der Plattform. Tatsächlich war das diesmal aber nicht der Fall: Wie Instagram auf Nachfrage und auf Twitter erklärt, seien die verschwundenen Follower „ein Problem“, das schnellstmöglich gelöst werde. Noch am Donnerstag – also am Valentinstag – wolle man die Profile wieder mit ihren Fans zusammenbringen. Tatsächlich bekamen viele Instagrammer -– darunter auch Wayne Carpendale – im Laufe des Tages die verlorenen Abonnenten zurück. Wenn das nicht romantisch ist. 

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Zwei der Angeklagten mit ihren Verteidigern im Dresdener Juwelenraub-Prozess

          Prozess um Juwelenraub : Keinen Deal um jeden Preis

          Wandelt sich der Prozess um den Diebstahl aus dem Grünen Gewölbe zum Basar? Das Gericht sollte auf seinen Forderungen bestehen oder die Abmachungen mit den Angeklagten aufkündigen.
          Am verlagseigenen Imbiss: der Katapult-Chefredakteur Benjamin Fredrich (35) trat am Dienstagabend von seinen Ämtern zurück.

          „Katapult“-Chef tritt zurück : „Ich bin offensichtlich gescheitert“

          Benjamin Fredrich, der Gründer des „Katapult“-Magazins, tritt nach Vorwürfen zu seinem Ukraine-Engagement unerwartet zurück. Recherchen von „Übermedien“ hatten zuvor Probleme in der „Katapult Ukraine“-Redaktion und Beschwerden von Ex-Mitarbeitern aufgedeckt.
          Tun was für ihr Land: Rekrutinnen und Rekruten des Panzergrenadierbataillons 371 am 22. September 2022 beim Gelöbnisappell in Pockau-Lengefeld.

          Debatte über Wehrpflicht : Nur wählen und Steuern zahlen?

          Um eine Demokratie aufrechtzuerhalten, braucht es das Engagement der Bürger. In Schweden wurde die Wiedereinführung der Wehrpflicht zum Erfolgsmodell. Ein Blick über die Grenze.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.