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Secondhand statt Fastfashion : Wie Vintage-Kleidung den Online-Handel erobert

Gebrauchte Kleidung hatte früher einen muffigen Klang, heute liegt sie voll im Trend. Bild: Daniel Vogl

Vom kleinen Start-Up bis zu großen Playern wie Zalando: Immer mehr Händler verkaufen gebrauchte Kleidung – und zwar online. Ist das Ende von Fast Fashion eingeläutet?

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          Eine Bluse von Ralph Lauren für 22 Euro, eine Levis-Jeans für 36 Euro, ein Trenchcoat von Burberry für 130 Euro: Mit einem Klick landen die Vintage-Teile im Warenkorb, der Paketbote bringt sie wenige Tage später nach Hause. Wer den Handel auf dem Flohmarkt scheut und ungern Secondhand-Läden durchforstet, der wird auf der Suche nach Vintage-Stücken vielleicht bei Vinokilo fündig. Im Online-Shop lässt sich bequem nach bestimmten Teilen und Marken suchen, dank Größenfilter werden nur die Stücke angezeigt, die tatsächlich passend sind.

          Julia Anton
          Redakteurin im Ressort „Gesellschaft & Stil“.
          Rebecca Boucsein
          Redakteurin vom Dienst bei FAZ.NET.

          „Vintage als Teil des ,New Normal‘“ – das ist die Vision von Vinokilo-Gründer Robin Balser. Er gehört mit seinem Secondhand-Online-Shop zu den Vorreitern der Branche in Deutschland. Der Markt boomt – und zwar online. Auch immer mehr Branchenriesen entdecken das Geschäft mit Gebrauchtem für sich. Bislang sei Fast Fashion für viele „die einzige Ressource für abwechselnde individuelle Kleidung“, sagt Balser. Das könnte sich nun ändern. Der Mainzer, der bereits vor Jahren in den Niederlanden Kleider vermietet hat, ist davon überzeugt, dass die Kleidungsproduktion theoretisch gestoppt werden könnte – und trotzdem genug für alle da wäre.

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