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Ein Rat für Diebe : Kein Rad für Diebe

Integriertes Design: Auch beim Electrified S2 von Vanmoof stecken die Funktionselemente im Rahmen des Fahrrads. Bild: Hersteller

Das Designer-Rad von Vanmoof sticht wegen seines markanten Rahmens ins Auge. Dieser verbirgt nicht nur Elektroantrieb und Fahrradlicht, sondern auch einen Diebstahlschutz, der Räuber mit einem Alarm in die Flucht schlägt.

          Ihre Fahrräder sind leicht zu erkennen: Sie haben alle ein dickes Oberrohr, das an seinen Enden Vorder- und Rücklicht aufnimmt. Zehn Jahre ist es her, dass die Brüder Taco und Ties Carlier Vanmoof gründeten. „Moof" steht für Bewegung, der Zusatz „van" weist den Weg in die Niederlande und die Fahrradmetropole Amsterdam, wo der Unternehmenssitz ist. Ihr beeindruckender Erfolg hat auch mit den rasant gestiegenen Verkaufszahlen von E-Bikes zu tun: Allein in Deutschland wurden 2018 eine Million Stück verkauft. Vanmoof hat schon mehr als 100.000 Fahrräder auf die Straßen der Welt gebracht.

          Peter-Philipp Schmitt

          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Wichtig ist den Brüdern, dass ihre Räder aussehen wie aus einem Guss. Was sie nicht wollen, ist ein Haufen Teile von verschiedenen Herstellern. So feilten der mittlerweile 41 Jahre alte Taco Carlier und der ein Jahr jüngere Ties an Design und Funktion. Immer mehr der eigens entwickelten Elemente packten sie in den Rahmen: den Elektroantrieb zum Beispiel, aber auch den Diebstahlschutz, der mit einem Mehrphasenalarm abschreckt.

          Auch das Schloss ist integriert, es entriegelt sich, sobald der Besitzer mit einem Smartphone in Reichweite ist. Der Clou aber sind die hauseigenen Fahrradjäger, die auf der ganzen Welt im Einsatz sind: Wird ein Vanmoof Electrified gestohlen, können die „bike hunters" die Diebe dank Tracking-Signal verfolgen. Sie bringen das Rad - in bislang 70 Prozent der Fälle - seinem Besitzer zurück. Wenn nicht, wird das Rad einfach ersetzt. 

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