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Expertin für Nachhaltigkeit : „Hört auf die innere Stimme“

Verantwortung? „Die liegt bei der Politik und dem Lieferkettengesetz“, sagt Thekla Wilkening. Bild: privat

Was macht Bekleidung kreislauffähig? Wie sinnvoll ist recyceltes Polyester? Bio-Baumwolle? Die Hinweise zur Klimabilanz auf Produkten und in der Werbung? Fragen zur Debatte an Thekla Wilkening, Expertin für Nachhaltigkeit.

          4 Min.

          Thekla Wilkening, Sie beschäftigen sich mit Kreislaufwirtschaft. Der Begriff „kreislauffähige Produkte“ wabert, wie so einige, in der Nachhaltigkeitsdebatte. Was macht ein Produkt eigentlich kreislauffähig?

          Jennifer Wiebking
          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Es geht zunächst um die Frage: Wofür ist das Produkt gemacht? Soll es langlebig sein, oder ist es aus irgendeinem Grund extrem kurzlebig? Kurzlebiges, zum Beispiel Hygieneprodukte oder Krankenhausbekleidung, sollte biologisch abbaubar und frei von toxischen Chemikalien sein. Für den Modebereich ist natürlich die Langlebigkeit interessanter. Auch da geht es darum, dass die Produkte schadstofffrei sind und nicht der Umwelt schaden, wenn sie auf der Deponie landen. Im besten Fall gehen die Produkte in der Kreislaufwirtschaft an die Hersteller zurück, die über die Blockchain wissen, was darin enthalten ist. Diese Herstellerverantwortung sollte längst gesetzt sein. Und von dort aus sollten sie zurück in den Kreislauf gehen.

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