https://www.faz.net/-hs1-a3bo9

Nike Air Jordan 4 : Ein Sneaker als Wertanlage

Nicht übertrieben, sondern clean: Der Nike Air Jordan 4 Sail x Off White Bild: Aylin Güler

Virgil Abloh kooperiert mit Nike: Eine Legende der Sneaker-Geschichte kommt in der Off-White-Version zurück. Es war das erste Jordan-Modell, das auf der ganzen Welt vertrieben wurde. Die Kolumne Sneak around.

          2 Min.

          Normalerweise schmücke ich diese Kolumne mit einem Bild von Sneakern an meinen Füßen. In dieser Folge muss ich mit der Regel brechen, denn ob ich meine Nike Air Jordan 4 Sail x Off White tatsächlich tragen werde, weiß ich noch nicht. Nach mehreren Sneak-Peeks zu Beginn des Jahres kam Virgil Ablohs neue Kooperation mit Nike am 29. Juli in den Handel. Der 39 Jahre alte Designer verleiht dem legendären Air Jordan 4 seine Handschrift. Das Modell, 1989 von Tinker Hatfield entworfen, war das erste Jordan-Modell, das auf der ganzen Welt vertrieben wurde. Es wurde zu einer Legende der Sneaker-Geschichte.

          Aylin Güler

          Redakteurin für Social Media.

          In der Off-White-Version des Schuhs steht der Stil von Virgil Abloh im Vordergrund. Der studierte Architekt gründete 2013 in Mailand das Label Off-White. Es folgten zahlreiche erfolgreiche Kooperationen. Seit 2018 ist Abloh außerdem Chefdesigner der Herrenkollektion von Louis Vuitton. Im März erschien die erste Kollektion für Nike, die sich The Ten nennt. Abloh überarbeitete viele der meistverkauften Schuhe des Unternehmens, behielt das ursprüngliche Design des Schuhs aber immer bei.

          Ein Schuh als Wertanlage

          Zum Launch des Air Jordan 4 Sail x Off White wendete sich Nike über die App „SNKRS“ nur an weibliche Kunden und verschickte eine Push-Mitteilung samt einer Nachricht des Designers. Im Vergleich zu den vorherigen Nike-x-Off-White-Kooperationen wirkt der Jordan 4 Sail nicht übertrieben, sondern clean, mit cremefarbener Basis und farblich angepassten Overlays. Abloh dekonstruiert kaum. Sichtbarer Schaumstoff am Kragen, halbtransparente Ösen, patentierte Textgrafiken des Labels und der Off-White-übliche Kabelbinder runden das Design ab. Neben dem Off-White-Etikett wird der Air Jordan 4 mit dem „Jumpman-Air“-Etikett geliefert.

          48 Stunden nach dem Release lag der durchschnittliche Wiederverkaufspreis auf der Resell-Plattform „StockX“ bei 1020,05 Euro. Der Verkaufspreis von Nike lag ursprünglich bei rund 225 Euro. Damit ist der Schuh einer der teuersten Damen-Sneaker.

          Der Hype begann schon vor der offiziellen Markteinführung: Zwecks einer Spendenauktion für Black Lives Matter stellte Abloh ein Paar zur Verfügung. Die Schuhe signierte der Designer, allerdings nicht mit seinem Namen, sondern mit dem des Höchstbietenden. Die Sneaker wurden für 187.000 Dollar versteigert. Off-White-Releases gehören zu den beliebtesten unter Sneakerheads. Auch ich hatte schon bei Kaufrecht-Verlosungen über die Nike-App das Glück, ein Paar ergattern zu können. Für mich dienen sie vor allem als Wertanlage. Das funktioniert aber nur, wenn die Schuhe „Deadstock“ bleiben, also nicht getragen werden. Der Markt ist volatil, ob die Schuhe mir irgendwann einen großen Gewinn einbringen, lässt sich nicht voraussagen. Aber allein die Freude, den Schuh in meiner Sammlung zu haben, ist groß.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Abgeordnete im Deutschen Bundestag

          Corona-Kompetenzen : Die Gesetze macht immer noch der Gesetzgeber

          Beim Streit über die Kompetenzen des Bundestages geht es um mehr als nur um Formalitäten. Die Debatte ist auch eine Abrechnung mit der Art, wie die Corona-Politik bisher zustande gekommen ist.
          Schönau am Königssee: Alle Touristen mussten den Landkreis Berchtesgadener Land bis zum Beginn des Lockdowns verlassen. (Archivbild)

          Lockdown am Königssee : Jetzt ist auch für den Tourismus Schluss

          2500 Gäste mussten bis 14 Uhr den Landkreis Berchtesgadener Land verlassen. Bergbahnen und Ausflugsschiffe stehen still. Bei den Einheimischen macht sich Wut breit – über all jene, die den Lockdown durch ihr sorgloses Verhalten provoziert haben.
          Netflix: Keine besonders guten Zahlen für die Kalfornier

          Weniger Neukunden als erwartet : Corona-Kater für Netflix

          Netflix hat zwar weiter Neukunden während der Corona-Krise gewinnen können, doch die eigene Prognose wurde verfehlt. Auch für die Zukunft plant das kalifornische Unternehmen vorsichtig. Die Aktie sank.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.