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Rocklos glücklich : Der Hosenanzug ist zurück

Hosenanzug bei Dolce & Gabbana in Mailand Bild: Reuters

Als Yves Saint Laurent in den Sechzigern „Le Smoking“ über den Laufsteg schickte, war das ein Skandal. Die Neunziger liebten ihn als Power-Suit. Nun erobert der Hosenanzug wieder die Laufstege.

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          Es sollte keine Hippiekollektion werden. Die Designerin Veronica Etro steht wenige Minuten vor ihrer Schau in Mailand im Backstage-Bereich vor einer Tafel mit Fotos der Models in ihren Looks. Da sind lange Kleider, dicke Strickjacken, natürlich das Paisley-Muster, das Markenzeichen des Hauses. Damit es keine Hippiekollektion werden würde, brauchte es noch etwas anderes. Weite Hemden im Stil jener, die der Vater Gimmo, Gründer des Labels, in den sechziger Jahren entworfen hatte zum Beispiel. Und Hosenanzüge. Modelle in Weiß mit markanten Bügelfalten und Westen. Solche in Beige und in Braun.

          Jennifer Wiebking

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Es ist Schauensaison. Seit Anfang September zeigen die Designer ihre Entwürfe für das kommende Frühjahr. Zunächst in New York, dann in London, in der vergangenen Woche in Mailand und aktuell in Paris. Diese frühen Herbsttage 2019 mögen kaum vergleichbar sein mit denen des Jahres 1966, aber zumindest eine modische Parallele ist auszumachen. Yves Saint Laurent schickte damals „Le Smoking“ über den Laufsteg und brach auf diese Weise mit der traditionellen Kleiderordnung, die auf den Laufstegen als gesetzt galt. Ein Hosenanzug für Frauen! Was für ein Skandal! Bis dato waren Hosen allenfalls Requisiten der Frauen der Jugendbewegungen, die sich allmählich formierten. Der Laufsteg war in den Sechzigern zu einer seltsamen Parallelwelt geworden, die herzlich wenig mit dem zu tun hatte, was auf der Straße getragen wurde. Yves Saint Laurent zog daraus die Konsequenzen und verschob die Koordinaten.

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