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Pauline Ducruets Kollektion : Aus Monaco kommt nun auch Mode für alle

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An Applaus mangelt's schon mal nicht: Pauline Ducruet nach der ersten Schau ihrer Marke Alter in Paris. Bild: Getty

Pauline Ducruet feiert ihre erste Kollektion Alter bei der Pariser Modewoche: Ihre Entwürfe sind überraschend aufgeschlossen für eine Tochter aus der monegassischen Fürstenfamilie – und richten sich an alle Geschlechter zugleich.

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          Wenn es nach Pauline Ducruet ginge, sollten Männer ruhig kurze und knallgelbe Satinkleider tragen, wenn ihnen danach ist. Das ist eine überraschend aufgeschlossene Einstellung für einen Abkömmling der monegassischen Fürstenfamilie. Doch die älteste Tochter von Stéphanie von Monaco und Daniel Ducruet will mit ihrer neuen Marke Alter ausdrücklich Mode machen, die sich nicht an ein spezielles Geschlecht richtet. Deswegen auch der Name des Labels, der auf lateinisch so viel bedeutet wie: „der Andere“. „Wenn man mich als kleines Kind gefragt hat, was ich einmal werden will, habe ich immer gesagt: Designerin“, schreibt Ducruet per Mail aus New York.

          Hier lebt die 25 Jahre alte Monegassin, seit sie vor vier Jahren ihre Heimat verließ, um an der Parsons School of Design zu studieren. Die Entscheidung, Unisex-Mode zu machen, sei für sie ein natürlicher Schritt gewesen: „Ich glaube, ich habe eine sehr freie Vorstellung von Mode. Jeder soll seinen Stil finden können und die Freiheit haben, ihn von einem Tag auf den anderen zu ändern, je nach Lust und Laune. Mode sollte Menschen nicht in Schubladen stecken.“ In anderen Worten: Bei Alter darf jeder tragen, was er will. Männer dürfen sich in glänzenden Overalls mit weitem Bein wie Marlene Dietrich fühlen und Frauen in wuchtigen Jeansjacken wie James Dean aussehen.

          „Natürlich profitiere ich von meiner Bekanntheit“

          Ihre erste Kollektion, die sie während der Pariser Modewoche in einem Showroom im dritten Arrondissement zeigte, besteht vor allem aus lässigen Denimlooks, leuchtenden Farben und ein bisschen Satin. Jedes Teil, ob Kleid, Oberteil, Rock oder Hose, kann von Männern und Frauen gleichermaßen getragen werden. Eine unaufgeregte Kollektion im Geist der Zeit.

          Ob sich ihre Ideen auch verkaufen lassen, muss sich noch zeigen. Die Unterstützung ihrer berühmten Familie ist ihr aber sicher. Nicht nur ihre Mutter Stéphanie kam im Juni zu ihrer ersten Modenschau nach Paris, auch ihre Kusine Charlotte Casiraghi war dabei. Für die frisch angetraute Frau ihres Bruders Louis durfte sie zudem das Brautkleid entwerfen.

          „Natürlich profitiere ich von meiner Bekanntheit“, gibt sie zu. „Deshalb spricht man über meine Kollektion und meine Marke. Auch wenn es mir lieber ist, wenn mein Label im Vordergrund steht und nicht ich selbst.“ Ducruet weiß, dass nicht die Aufmerksamkeit entscheidend ist. Sondern die Frage, ob sie die Modewelt mit ihren Kollektionen überzeugen kann.

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