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Trendfarbe : Ach du grüne Neune

  • -Aktualisiert am

Die Avocado hat es gut. Sie trägt bereits die Trendfarbe des Jahres 2017. Bild: AFP

Die neue Farbe des Jahres 2017 ist „Greenery“. Das legt das Farbforschungsinstitut Pantone fest. Kann man dem Trend huldigen, ohne sich komplett neu einzurichten?

          Sitzen Sie bequem? Avocado auf die Stulle geschmiert? Dann haben Sie schon alles richtig gemacht. Das Farbforschungsinstitut Pantone hat nämlich seine neue Farbe fürs Jahr 2017 vorgestellt: Greenery. Oder auf Deutsch, weniger euphemistisch, Grünzeug. Sogleich kommen sie aus den Löchern geflitzt, die Möbel- und Modehersteller. „Schaut, schaut!“, rufen sie auf den Marktplatz, „auch wir haben die Trendfarbe im Programm!“

          Pantone selbst sagt, „der erfrischende und belebende Farbton Greenery“ symbolisiere einen „Neubeginn“: „Greenery erinnert an junge, frische Blätter und Triebe und hält dazu an, tief einzuatmen, um Sauerstoff und neue Kraft zu tanken.“ Zwischen dem allgegenwärtigen Verdruss dieser Tage vielleicht gar nicht die schlechteste Idee. Anfang 2017 will Pantone mit Airbnb kooperieren, „um Greenery lebendig werden zu lassen“, wie auch immer das nun aussehen mag. Manche ätzen, Pantones „Farbe des Jahres“ sei ohnehin nur Marketingmasche - unterschätzen aber, dass das Unternehmen selbst die „Farbe des Jahres“ nicht vermarktet, sondern vielmehr kondensiert, was eh schon sichtbar war in der Welt.

          Auf andere Wege das Grün genießen

          Neun Monate im Jahr reisen die Leute von Pantone rund um den Erdball, bevor sie sich für eine Farbe entscheiden, deren Dominanz dann doch unverkennbar ist. „Greenery“ entdeckten sie 2016 auf Modenschauen (Balenciaga, Gucci, Prada), Automessen (Mercedes-AMG GT Roadster) und nicht zuletzt in sich manifestierenden globalen Ernährungstrends (Avocado, Matcha, Algen, grundsätzlich: all things bio).

          So grün wie das Innere einer Avocado: Pantones Farbe „Greenery“ für das Jahr 2017

          Bevor Sie sich jetzt gleich ganz neu einrichten, um der Entscheidung der „Global Color Authority“ zu huldigen, halten Sie kurz inne - es gibt es noch andere, sozialverträglichere Wege, sich dem zarten Grün hinzugeben: Erbsen essen. Oder einfach mal rausgehen.

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