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Fast-Fashion-Tracht : Dirndl für alle

Der Trend zur Tracht auf dem Oktoberfest entstand erst vor einigen Jahren. Bild: dpa

Eine große Modekette entdeckt das Oktoberfest für sich – mit günstigen Trachten für die Massen. In München kommt das nicht gut an.

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          Vor zwanzig oder dreißig Jahren lief kein Jugendlicher, der etwas auf sich hielt, in Dirndl oder Lederhose über das Oktoberfest. „Ganz unschick“ ist das in ihrer Teenagerzeit gewesen, wie Gabriele Hammerschick sagt. Heute ist von der jugendlichen Abneigung gegen die Tracht nichts mehr übrig. Ohne Dirndl auf die Wiesn? Geht nicht. Wie ein Blick auf die Theresienwiese und in die Festzelte dieser Tage zeigt.

          Seit 1997 ist Hammerschick die Chefin der Trachtenabteilung bei Lodenfrey in München, dem traditionsreichen Modekaufhaus zwischen Marienplatz und Bayerischem Hof. Eigentlich denke sie jede Saison, dass die Nachfrage nicht noch weiter steigen könne, sagt sie. Doch seit etwa zwölf Jahren hält der Boom nun an. Die Umsätze ihrer Abteilung wachsen noch immer im zweistelligen Prozentbereich. Das Dirndl ist zum Massenphänomen geworden.

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