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Air Force 1 x Born Originals : Sneaker zum Anbeißen

Die personalisierten Nike Air Force 1 von Aylin Güler. Bild: Aylin Güler

Der Nike Air Force 1 blickt auf eine jahrzehntelange Geschichte und eine Reihe prominenter Liebhaber zurück. Um sich von dieser Masse abzuheben, setzen Sneakerheads auf Individualität und Personalisierung. Die Kolumne Sneak around.

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          Der Sneaker ist im Mainstream angekommen. Um sich von der breiten Masse abzuheben, setzen Sneakerheads auf Individualität: Je exklusiver, desto besser. So sieht das auch Melvin Lamberty, der 2014 das Start-up Born Originals gründete und die Einzigartigkeit von Sneakern in den Vordergrund stellt. Der Fokus liegt auf dem customizing, also dem Individualisieren von Sneakern – das Schuhmodell spielt keine Rolle. Die Auswahl reicht von Designs, die an die Saison angepasst sind, bis zur Verwirklichung eigener Ideen auf Anfrage. Beliebt sind vor allem Muster-Bestickungen und das Aufmalen von Initialen. Durch ein paar Handgriffe wird so im Wilhelmshavener Atelier aus einem Massenprodukt Exklusives geschaffen.

          Aylin Güler
          (aylg.), FAZ.NET

          Der Markenname symbolisiert dieses Ziel: Mode soll genutzt werden, um Gefühle und Einstellungen auszudrücken. Born Originals lässt seinen Kunden durchs customizing alle Möglichkeiten, sich individuell zu geben.

          Begonnen hat die Geschichte des Start-ups am 1. März 2014, als der 26 Jahre alte Gründer ein mit Photoshop bearbeitetes Bild eines Sneakers auf Instagram postete und dafür enormen Zuspruch bekam. Heute besteht das Team von Born Originals aus 13 Mitarbeitern und verkauft individualisierte Schuhe und Kleidung in mehr als 60 Ländern. Auch eine eigene Sneaker-Marke wird im Onlineshop angeboten. Die exklusiven Sneaker kommen an, auch bei Stars wie Fußball-Nationalspieler Leroy Sané, Rapper Eko Fresh, Tokio-Hotel-Sänger Bill Kaulitz und Reggaeton-Star J Balvin. Im Marketing greifen also Instagram, Influencing und Stars ineinander.

          Mein Nike Air Force 1 hat ein handbemaltes zuckergussähnliches Muster rund um die Silhouette. Für mich ist das wunderbar, da meine Liebe zu Donuts es so auf einen meiner Lieblingsschuhe geschafft hat. Yummy!

          Der Air Force 1 kam 1982 als erster Basketballschuh mit Nike-Air-Technologie auf den Markt, etablierte sich aber bald als Streetstyle-Sneaker in der Hip-Hop-Szene. Vor allem an der Ostküste lief der AF1, weil er Sport- und Musikszene vereinte. Der Rapper Nelly widmete ihm 2002 den Track „Air Force Ones“, und der Sneaker wurde zum Kultschuh. Dann entwickelte sich auch in Deutschland ein Hype um Nike-Sneaker, und der Air Force 1 wurde zu einem der umsatzstärksten Modelle. Die klassische „lA l-White“-Variante war auch hierzulande die populärste.

          Nur wenige Sneaker-Modelle können es mit der Geschichte des Nike Air Force 1 aufnehmen. Dank seines cleanen Designs passt er zudem in die heutige Streetwear – und eignet sich ideal zum Bemalen.

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