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Nachhaltigkeit in der Mode : Ab in die Tonne

Die Menschen horten Klamotten – um sie dann oft wieder zu entsorgen. Bild: © Patrick Strattner/fstop/Corbis

Kaufen, tragen, wegwerfen: Noch nie landeten Kleidungsstücke so schnell auf dem Müll wie heute. Recycelt wird kaum. Dass es so nicht weitergehen kann, ahnt inzwischen auch die Modebranche.

          Auf den ersten Blick sieht es aus, als wollte hier jemand mal richtig entrümpeln. Im Erdgeschoss der Shopping-Mall Bikini Berlin steht ein Müllcontainer aus Holz. Tatsächlich türmt sich im Zentrum der Modeindustrie ein gigantischer Abfallberg: Eine Lkw-Ladung Bekleidung wird jede Sekunde weggeworfen, darunter mehr als die Hälfte aller Discounter-Ware, die noch kein Jahr alt ist. Die Zahlen stammen aus Studien der Ellen MacArthur Foundation, die sich für eine Kreislaufwirtschaft einsetzt, für ökologisches Umdenken.

          Jennifer Wiebking

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Dass es zu viel Müll gibt und die Modebranche vor allem Unmengen Plastikabfall produziert, ist unbestritten. Viele Textilien werden ganz oder teilweise aus Kunststoffen hergestellt. Nach dem Kauf landen sie in der Plastiktüte, ebenfalls einem Wegwerfprodukt. Schneller Konsum und Mode als popkulturelles Phänomen wären ohne Plastik nicht denkbar. Daran rüttelt auch das Bikini Berlin nicht: Die Leute sollen ja weiter kaufen. Aber sie sollen zumindest auf die Plastiktüte verzichten. Die Läden der Mall halten Alternativen aus Papier bereit. Bikini-Mitarbeiter fordern Kunden auf, ihre Plastik- gegen Papiertüten einzutauschen. Die Plastiktaschen landen im Holzcontainer.

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          Bei Bikini Berlin (rechts) werden die Kunden gebeten, Plastik- gegen Papiertüten zu tauschen.

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