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Designer Peter Otto Vosding : Ein Tisch mit Pipeline aus Papier

Einfach mal anbauen: Peter Otto Vosdings Tisch Pipe-Line lässt sich dank ineinander laufende Rohre aus Papier ausziehen. Bild: Alexandra Vosding

Peter Otto Vosding ist seit drei Jahren selbständig und hat bereits mehrere Entwürfe in Produktion. Für seinen ausziehbaren Ultraleichttisch sucht er noch einen Hersteller.

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          Erstmals auf sich aufmerksam machte Peter Otto Vosding 2017. Vor drei Jahren war er nicht nur auf der Nachwuchsschau der Mailänder Möbelmesse zu sehen, dem Salone Satellite. Er war auch vom Rat für Formgebung als einer von fünf Finalisten für den German Design Award ausgewählt worden. Den Newcomer-Preis, den die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, übergab, bekam er zwar nicht. Allein die Auszeichnung, zu den Finalisten zu gehören, war für ihn aber schon eine große Anerkennung. „Sie gab mir Motivation“, sagt Vosding, der bis dahin fast nur Studienarbeiten vorgelegt hatte. Inzwischen sind einige Entwürfe in Produktion, darunter auch seine Blockbank B51, die er in der Tradition des Bauhaus und der Walter-Gropius-Bank D51 für Tecta gestaltet hat, als Teil der Edition Bauhaus-Nowhaus.

          Peter-Philipp Schmitt

          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          2017 war auch das Jahr, in dem sich der gebürtige Wiesbadener in Köln mit seinem Studio Vosding Industrial Design selbständig machte. Seither war er noch einmal als Nachwuchsdesigner beim Salone Satellite, im April nimmt er zum dritten und letzten Mal teil, und im Januar beim Pure Talents Contest der Kölner Möbelmesse. Dort zeigte er zwei neue Entwürfe: das Regal Softshelf und den Tisch Pipe-Line. Dem Regal Softshelf hat er eine textile Außenhaut verpasst. Die gepolsterten Wände bilden den Rahmen, und sie absorbieren störende Geräusche. „Das Regal erzeugt eine einladende Atmosphäre, und es übernimmt wie selbstverständlich die Funktion von Akustikelementen“, sagt der Neunundzwanzigjährige.

          Bei seinem Entwurf Pipe-Line handelt es sich um einen Ausziehtisch, „dessen Mechanismus bewusst betont wird, anstatt ihn hinter Zargen zu verstecken“. Die zwei ineinander laufenden Rohre, die fest mit den beiden Wangen des Tischs verschraubt sind, bestehen aus gewickeltem Papier und funktionieren wie eine Teleskopstange. Tisch- und Anbauplatte sind aus einem Sandwichmaterial mit Pappwabenkern und dadurch besonders leicht. „Der Tisch kann platzsparend versandt werden“, sagt Vosding. „Für den Aufbau müssen lediglich die zwei Rohre mit den jeweiligen Wangen verschraubt und anschließend die Tischplatte mit der vormontierten Unterkonstruktion aufgelegt werden.“ Wird die Anbauplatte nicht gebraucht, kann sie mit zwei Holzwinkeln unter der Tischplatte verstaut werden. Was den Entwürfen noch fehlt, ist ein Hersteller.

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