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Stahlrohrsessel von Marcel Breuer : Genug Farbe auf dem Gestell

Die Stahlrohrsessel kommen mit neuen Farben und fast unveränderter Bauweise. Bild: H.G.Esch

Marcel Breuers Stahlrohrsessel war 1925 eine revolutionäre Errungenschaft. Jetzt kommt er in fast unverändertem Baustil und in Farbe auf den Markt.

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          Nur wenige Designer schaffen revolutionär Neues. Marcel Breuer, 1902 in Fünfkirchen (heute Pécs) in Ungarn geboren, entdeckte 1925 Stahlrohr für den Möbelbau. Seine Stahlrohrsessel, inspiriert durch den Lenker seines frisch angeschafften Fahrrads, sind ein zentrales Symbol der Moderne. In wenigen Jahren entstanden am Bauhaus in Weimar viele Stahlrohrmöbel – geformt von Breuer und Ludwig Mies van der Rohe, von Mart Stam und Le Corbusier. Größter Produzent der Entwürfe war damals Thonet, das ursprünglich mit Bugholzmöbeln angefangen hatte – auch eine der revolutionären Errungenschaften.

          Peter-Philipp Schmitt

          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          In diesem Jahr kommen gleich mehrere der bis heute fast unverändert produzierten Klassiker in Farbe auf den Markt. Thonet lackiert die Gestelle von Stams „S 43“ und Breuers „S 32“ in Rot, Weiß, Schwarz, Schokoladenbraun, Warmgrau, Graugrün und Senf gelb. Tecta wiederum färbt die Gurte von Breuers klappbarem Sessel „D 4“ ein. Das Farbspiel der Design-Ikone, empfohlen „für Schiffe, Sportplätze, Terrassen, Sommerhäuser, Gärten, Gartencafés, etc.“, lässt kaum Wünsche offen: 132 Farben stehen für den Baumwoll-Leinen-Bezug „Colin“ zur Auswahl. Das sollte auch für die Nachmoderne reichen.

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