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Cara Delevingne : Das Mädchen für alle Fälle

  • -Aktualisiert am

Margo weiß, was sie will. Bild: Twentieth Century Fox / B.B.Smith

Model, It-Girl, Instagram-Ikone. Für die meisten Frauen von 22 hätte das erst mal gereicht. Aber Cara Delevingne wollte mehr. Eine Begegnung mit dem angesagtesten Mädchen der Welt.

          10 Min.

          Sie macht sich mit unverhohlener Lust über ein großes Stück Blaubeer-Käsekuchen her. Cara Delevingne seufzt: „Das ist so verdammt gut“, und schließt flüchtig die großen Augen, während sie das Geschmackserlebnis auskostet. Dann ein verschwörerisches Grinsen. „Eigentlich sollte ich das gar nicht essen. Ich darf nicht“, flüstert sie und hebt die buschigen Augenbrauen - ihr Markenzeichen, das sie zum Modetrend gemacht hat, mit einem eigenen Twitter-Account.

          Nach „einer langen Nacht mit Freunden“ (unter ihnen auch mindestens zwei der Kardashian-Schwestern) hat Delevingne, elegant auf das Sofa einer in Grün und Gold gehaltenen Hotelsuite in West Hollywood drapiert, die geballte Ladung Zucker, Kohlenhydrate und Energie bitter nötig. „Ich bin ein bisschen müde. Ich bin gestern Abend in L.A. gelandet und mache mich morgen sehr früh schon wieder auf den Weg. Ich bin immer müde.“ Sie unterdrückt ein Gähnen und lächelt vergnügt, beugt dabei ihren langen Hals nach hinten. Zwischen Modelaufträgen, Vorsprechen, Filmdrehs, Premieren und, nun ja, Spaß bleibt anscheinend wenig Zeit für Schlaf.

          Trotzdem macht das britische Supermodel, It-Girl und Schauspieltalent einen erstaunlich frischen und aufgeweckten Eindruck, sieht dazu noch umwerfend aus in einem gestreiften Pullover von Roland Mouret, einem marineblauen Minirock und Ankle Boots. Ihr Gesicht ist ebenso lebhaft wie ihr Körper. Ständig ist sie in Bewegung, tippt mit den Füßen, überschlägt und entkreuzt ihre Beine. Einmal nimmt sie den schweren Silberring von ihrem Finger (Essen ist damit schwierig), um ihn in Richtung des Kingsize-Betts in der Mitte des Zimmers zu schleudern. Er trifft - versehentlich - ihre nichtsahnende Agentin. „Es tut mir so leid, ich bin nicht Naomi Campbell“, spaßt Delevingne, indem sie auf das bekanntlich schlechte Benehmen des Supermodels anspielt.

          Cara Delevingne hat es auf beeindruckend schnelle Weise vom Laufsteg auf die Kinoleinwand geschafft. Sie spielte 2012 in „Anna Karenina“ und kürzlich in „Die Augen des Engels“ von Regisseur Michael Winterbottom, der Delevingne mit Julie Christie verglich. In der Verfilmung von „Margos Spuren“, dem Jugendbuch-Bestseller von Literatur-Superstar John Green, hat sie jetzt ihre erste Hauptrolle ergattert. Die Geschichte dreht sich um den Jungen Quentin Jacobson, gespielt von Nat Wolff, der in seine geheimnisvolle Nachbarin Margo Roth Spiegelman vernarrt ist, seit er neun Jahre alt ist. In ihrer Kindheit waren sie eng befreundet, dann haben sie sich über die Jahre voneinander entfernt. Jetzt, kurz vor dem Highschool-Abschluss, hält der strebsame, ein wenig nerdige Quentin, genannt Q, die supercoole Margo für unerreichbar.

          Um die Rolle zu bekommen, setzte Delevingne sich gegen Dutzende Schauspielerinnen durch. „Ich war tatsächlich alleine in einem Hotel, als ich erfahren habe, dass ich die Rolle bekommen hatte. Ich rannte durchs Zimmer, warf Dinge in die Luft und schrie in die Kissen. Bis es zu Beschwerden kam und jemand anrief, um sicherzugehen, dass mit mir alles in Ordnung war.“ Die Nachricht, sagt sie, war für sie ein „totaler Schock. Ich war mir sicher, die Rolle nicht zu bekommen. Ich zweifle ständig an mir und war besorgt, dass, wenn ich den Job bekommen würde, ich ihn nicht gut genug machen würde.“ Sie hält inne, um nachzudenken, summt dabei. „Ich möchte nicht alles vom Leben erwarten, so bin ich nie enttäuscht.“

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