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Diversität in der Modebranche : Das Geschäft mit der Vielfalt

Aus aller Welt: Models präsentieren die neuesten Stücke von Dolce&Gabbana auf der Milano Moda Uomo . Bild: EPA

Weiß, schwarz, transgender: Kein Modelabel punktet heute noch, wenn es nicht auf Diversität setzt. Hinter der neuen Norm steckt knallhartes geschäftliches Kalkül.

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          Jahrzehntelang konnte die Mode machen, was sie wollte. Sie war es, die Schönheitsideale festlegte, die bestimmte, was gefällt und was nicht. Sie zeigte Models, deren Aussehen weit über dem Durchschnitt lag – und deren Gewicht weit darunter. Wer sich von dem Modediktat nicht angesprochen fühlte, hatte Pech und war dann eben einfach nicht Teil des exklusiven Clubs.

          Anke Schipp
          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Diese Arroganz kann sich in Paris oder Mailand heute keiner mehr leisten. Mode ist global geworden und ihre Rezipienten gnadenlos. Diversität zu zeigen, Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben und Körperformen, ist jetzt keine spielerische Idee mehr, mit der man Aufmerksamkeit erregt. Sie ist Gesetz. Und wer es bricht, muss mit Konsequenzen rechnen. Provozierende oder ironisch gemeinte Modestatements können unkontrollierbare Shitstorms auslösen, genauso wie ein Defilee, bei dem ausschließlich weiße Models zu sehen sind.

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