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Versteigerung in Hollywood : Was vom Filmen übrig bleibt

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Auch Marilyn Monroes berühmtes Neckholder-Kleid ist dabei

Die Zeiten, in denen Reynolds aus Kassenschlagern wie „Singin’ in the Rain“ und „The Unsinkable Molly Brown“ über üppige Gagen verfügen konnte, sind ebenfalls vorbei. Nach der Scheidung von Eddie Fisher im Jahr 1959 endeten zwei weitere Ehen mit dem Geschäftsmann Harry Karl und dem Immobilieninvestor Richard Hamlett in finanziellen Turbulenzen.

Jahrzehntelang lagerten die mehr als 3500 Kostüme, Hunderte von Requisiten und etwa 20.000 Original-Fotografien der Debbie Reynolds Collection in Nordkalifornien. Nun ist die erste Hälfte der Sammlung in Beverly Hills eingetroffen. „Wir haben erstmal die bekanntesten Stücke ausgewählt, um bei Sammlern und Filmfans Aufmerksamkeit zu erregen, bevor im Dezember auch die zweite Hälfte versteigert wird“, erklärt Maddalena. Eine besondere Attraktion ist Marilyn Monroes Neckholder-Kleid, das in „Das verflixte siebte Jahr“ über einem New Yorker U-Bahn-Schacht flatterte. Die seit den Dreharbeiten im Jahr 1955 von Weiß zu Elfenbein mutierte Crepe-Kreation des Kostümbildners William Travilla soll bei der Versteigerung des von Maddalena gegründeten Auktionshauses „Profiles in History“ für bis zu zwei Millionen Dollar einen neuen Liebhaber finden. Zu den auffälligsten Erinnerungsstücken an das alte Hollywood gehört auch die goldene Robe, die Barbra Streisand in „Hello, Dolly!“ zu einem ihrer spektakulärsten Auftritte verhalf. Als Sharaff das Kleid 1969 für Streisand entwarf, ließ die Designerin für 100.000 Dollar mehr als zehn Kilogramm Goldfäden auf die Seide applizieren. Bis heute ist das makellos erhaltene Kostüm das teuerste, das jemals für einen Hollywood-Film genäht wurde. Das Mindestgebot von 60.000 Dollar mutet dagegen fast bescheiden an.

„Die Stücke zu verkaufen ist das Schwerste, das ich je tun musste“

Im Paley Center nur hinter Glas zu bestaunen ist das kornblumenblaue Trägerkleid aus dem amerikanischen Klassiker „Der Zauberer von Oz“. Reynolds’ Freundin Judy Garland, die in dem Film von 1939 als Dorothy die Hauptrolle spielte, trug damals auch die berühmten rubinroten Schuhe, eine weitere Attraktion der Versteigerung. Ein schlichtes Ersatzpaar des glitzernden Schuhwerks wurde im Mai 2000 für einen Rekordpreis von 666.000 Dollar versteigert, ein weiteres Paar der „ruby slippers“ wird im Smithsonian Institute in Washington ausgestellt. Da Reynolds’ Schuhe aber lediglich während der ersten Wochen der Dreharbeiten benutzt wurden und in der Endversion des „Zauberers von Oz“ nicht zu sehen sind, könnten sie für nur 140.000 Dollar ersteigert werden.

Ebenfalls aus dem Fundus des Studios Metro-Goldwyn-Mayer stammt das weiß-grüne Kleid mit Blättermotiv, das Reynolds als Siebzehnjährige an der Seite von Gene Kelly in „Singin’ in the Rain“ trug. Es soll heute ebenso einen neuen Eigentümer finden wie Charlton Hestons Tunika aus „Ben Hur“, Audrey Hepburns opulentes Schleppenkleid aus „My Fair Lady“ und Rudolph Valentinos Matador-Kostüm aus dem Stummfilmdrama „Blood and Sand“. Dass Reynolds dabei sein wird, wenn sich etwa 1000 Gäste bei der Versteigerung ihrer auf zehn Millionen Dollar geschätzten Sammlung in Beverly Hills einfinden, scheint dennoch unwahrscheinlich. „Die Stücke zu verkaufen ist das Schwerste, das ich in meinem Leben tun musste“, ließ die Schauspielerin wissen. Bei einer Frau, deren Ehemann sie für eine Affäre mit der als „Schönste Frau der Welt“ titulierten Elizabeth Taylor sitzenließ, sagt das wohl alles.

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