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Pariser Prêt-à-porter : Nicole Kidman stiehlt dem Chanel-Tweed die Schau

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Stahl allen Chanel-Models die Schau: Nicole Kidman Bild: dpa/dpaweb

Eigentlich ging es bei dieser Pariser Prêt-à-porter-Schau auch um Mode. Doch „die Kidman“, neue Werbeikone für Chanels legendären Duft No.5, zog alle Blicke auf sich. Karl Lagerfeld freute es dennoch.

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          Da hätte selbst Coco Chanel - immerhin Mitbegründerin des Personenkults in der Modebranche - gestaunt: Die Präsentation der Frühjahr-Sommerkollektion der nach ihr benannten Marke wäre am Freitag beinahe im Rummel um Superstar Nicole Kidman untergegangen. Die Australierin, neuer Werbestar für das legendäre Parfüm Chanel Nummer fünf, versetzte bei der Schau in Paris hunderte Fotografen derart in Aufruhr, daß Stardesigner Karl Lagerfeld höchstpersönlich für Ordnung sorgen mußte. Passend zu Kidmans Auftritt steht die Chanel-Sommermode unter dem Motto „Roter Teppich": Eine glamouröse und Oscar-verdächtige Kollektion in Schwarz, Weiß und Gold.

          Kidman steht im Zentrum einer millionenschweren Werbekampagne für Chanel Nummer fünf, die in der kommenden Woche anläuft. Stolze 6,1 Millionen Euro soll sie für ihren Auftritt in einem Werbespot des „Moulin Rouge"-Regisseurs Baz Luhrmann kassiert haben, der seinerseits sicher auch nicht ganz billig war. Entsprechend war die Szenerie bei der Schau am Freitag mit riesigen No.5-Parfümschachteln dekoriert.

          Kollektion mit Starallüren

          Als Kidman und Luhrmann schließlich selbst auftauchten, gab es für die Medienmeute kein Halten mehr. Wenn auch das Defilee dadurch mit erheblicher Verspätung begann, so war Kidman mit Blick auf das Presse-Echo wohl ihr Geld wert. Ganz ohne Mode sollte das Ereignis dann aber doch nicht ablaufen. Karl Lagerfeld trat ans Mikrofon und bat um Mäßigung - damit es nicht zu spät werde“. Und so wurde der Laufsteg mit dem Roten Teppich endlich geräumt, um Platz für den Auftritt auch nicht gerade unbekannter Damen zu schaffen - die Chanel-Mode wurde unter anderem präsentiert von den Supermodels Linda Evangelista, Naomi Campbell, Eva Herzigova, Nadja Auermann und Amber Valetta.

          Stahl allen Chanel-Models die Schau: Nicole Kidman Bilderstrecke

          Sie zeigten gemeinsam mit dutzenden Kolleginnen eine Kollektion mit Starallüren, vorrangig in Schwarz und Weiß gehalten. Perfektionist Lagerfeld hatte schon im Vorfeld alle Fotografen gebeten, sich zwecks farblicher Harmonie ebenfalls in Schwarz oder Weiß zu kleiden. Der obligate Chanel-Tweed zeigte sich diesmal auf leichten Stoffen mit überdimensionalem Hahnentrittmuster oder hauchfeinen weißen Karos auf schwarzem Grund. Wie immer entwarf Lagerfeld Chanel für alle Situationen des Lebens, vom Tweed-Kostüm in Schwarz, Anthrazit und Weiß für das Büro bis zum langen Rock in goldgefärbtem Denim mit passendem ärmellosen Oberteil für den Abend. Am Strand trägt die Chanel-Dame schwarze Bikinis mit taillenhohen Badehosen im Stil der 40-er Jahre, dazu einen Spitzenkimono mit Kettengürtel.

          Schmuck gehört auch zwischen die Schulterblätter

          Für den ganz großen Auftritt gab es in der umfangreichen Kollektion zwei Favoriten, ein bodenlanges weißes Strickkleid mit Ajourmuster-Schleppe oder ein schwarzes rückenfreies Kleid, bei dem ein riesiger „Chanel No.5"-Anhänger zwischen den Schulterblättern getragen wird - genau dieses Kleid trägt Kidman in dem neuen Werbespot. Wegen der Australierin mußte auch der übliche Auftritt aller Models am Ende der Show mehr oder weniger abgebrochen werden; die Fotografen schlugen sich um die besten Plätze für einen Schnappschuß von Lagerfeld und Kidman beim Händeschütteln. Zu den Klängen von David Bowies „Fame“ (Ruhm) mußten der Designer und die Dame sich mit letzter Kraft über den Hinterausgang in Sicherheit bringen.

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