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Modische Prominenten-Kinder : Stilikonen mit Schnuller

  • -Aktualisiert am

„Nicht ohne meine High Heels!” Bild: REUTERS

Prominente Eltern setzen ihren Nachwuchs gerne in Szene: Suri Cruise mit ihren hochhackigen Schuhen ist das bekannteste Beispiel. Aber auch Maddox Jolie-Pitt ist ein Trendstetter in Sachen Mode. Doch die jüngere Konkurrenz sitzt ihnen bereits im Nacken.

          „Nicht ohne meine High Heels!“, muss sich Suri Cruise, die dreijährige Tochter der Schauspieler Tom Cruise und Katie Holmes, wohl gedacht haben, als sie Mitte November zwar ohne Socken, aber mit silbernen Peeptoes in Boston durch den Regen lief. Nur der rote Mantel, den das Kind trug, machte einen wärmenden Eindruck. Um das zu unterstreichen, drückte der fröstelnde Promi-Spross einen roten Sesamstraßen-Elmo fest an sich. Der rundete das Kinderoutfit farblich so perfekt ab, wie eine It-Bag den Auftritt eines It-Girls erst zum Hingucker macht. Mutter Katie blieb allerdings kaum Zeit für solch modische Raffinesse. Sie trug praktische Boots und hatte alle Hände voll zu tun, ihrer Tochter wieder in die Cinderella-Schuhe zu helfen, die ständig von den schmalen Kinderfüßen glitten. Die Eltern lassen verlauten, Suri habe einen ganz eigenen Modegeschmack. „Meine Tochter weiß genau, was sie tragen möchte“, sagte Mutter Katie bei der Präsentation ihrer eigenen Damen- und Kinderkollektion „Holmes & Yang“ in Los Angeles. Und Tom Cruise behauptete unlängst, dass Suri sich schlichtweg weigere, Hosen zu tragen. Sie sei eben eine kleine Prinzessin.

          Ein Prinz ist dann wohl Kingston Rossdale. Der ist ebenfalls drei Jahre alt und Sohn der Musiker Gwen Stefani (No Doubt) und Gavin Rossdale (Bush). Wie Suri gilt er als Mini-Stilikone. Gerade mal 15 Monate alt war er, als seine Mutter ihn 2007 bei der Präsentation ihrer Modelinie L.A.M.B. auf der New Yorker Fashion Week über den Catwalk trug. Seither sorgen der Dreijährige und sein cooler Streetlook immer wieder für Aufsehen. Zuletzt, als er im Sommer 2009 mit Irokesenschnitt auf dem Kopf und Schnuller im Mund durch Los Angeles getragen wurde. Der Trendsetter in Sachen Punkfrisur war aber ein anderer: Maddox Jolie-Pitt, achtjähriger Adoptivsohn von Angelina Jolie, zeigte diesen Look bereits, als Kingston noch gar nicht auf der Welt war. Aktueller Mini-Punk ist Cruz Beckham (4), der Anfang November mit Iro und Eltern Victoria (die zu diesem Anlass auch einen neuen Haarschnitt trug) und David ein Basketballspiel besuchte. Kein Punk, aber ein Beachboy ist Levi McConaughey, zwei Jahre alt und Sohn des gleichnachnamigen Schauspielers Matthew. Der durchtrainierte Vater verbringt nämlich jede freie Minute am Strande Malibus beim Surfen. Und so sieht man auch Klein-Levi immer häufiger in lässigen Minishorts und mit nacktem Oberkörper herumlaufen.

          „Suri ist eine Stilikone“

          Ob Junge oder Mädchen, klein oder groß: Kinder von Stars stehen zunehmend im Fokus der Öffentlichkeit. Internetseiten wie celebrities-babys.com, ein Ableger des amerikanischen „People“-Magazins, und celebritybabyscoop.com beschäftigen sich ausschließlich mit dem Nachwuchs der Prominenz, mit Kindermode und Babyaccessoires. Der Suri-Cruise-Fashionblog befasst sich sogar ausnahmslos mit der Tochter von „Tomkat“. Neben Bildern von Suri finden Leser dort auch Marken, Designer und Bezugsquellen der von ihr getragenen Kleidungsstücke. Anastasia M. aus Großbritannien hat die Internetseite im April 2008 gegründet; die Siebenundzwanzigjährige ist selbst Mutter einer fünf Jahre alten Tochter und studiert Modedesign. Ursprünglich bloggte sie über Kindermode im Allgemeinen, aber als immer mehr Bilder von prominenten Kindern hinzukamen, insbesondere solche von Suri Cruise, entschied sie sich, der Dreijährigen eine eigene Internetseite zu widmen. „Suri ist eine Stilikone, deren Modegeschmack sich stark am Stil erwachsener Frauen orientiert. Violett ist gerade angesagt, das Gleiche gilt für den Lagenlook, den sie gerne mit Leggings und Ballerinas kombiniert“, fabuliert die Bloggerin, die davon träumt, ein eigenes Kindermodelabel zu gründen. Geld verdient sie zwar noch keines mit ihrem Blog, täglich klicken aber zwischen 1000 und 2000 Leute die Seite an, fast nur Frauen. Manche hinterlassen Kommentare oder geben Hinweise zur Herkunft von Suris Kleidungsstücken. „Vor allem Mütter, die Prominente mögen und ihre Töchter ebenso hübsch kleiden möchten“, sagt Anastasia.

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