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Mode : Wird die Haute Couture überleben?

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Stöckeln für Valentino Bild: dpa/dpaweb

Ist die hohe Schneiderkunst überholt oder liebenswert aus nostalgischen Gründen? Die Zahl der Kundinnen schwindet. Sieben Designer und ein Modeunternehmer sagen, ob sie an die Zukunft der großen alten Dame glauben.

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          Sie ist der Goldrand in der Mode, sagt Jil Sander. Haute Couture, die hohe Schneiderkunst, exklusiv, exaltiert und elitär. "Ein Designer, der nicht gleichzeitig Couturier ist und das Mysterium der Herstellung seiner Modelle nicht selber kennt, ist wie ein Bildhauer, der seine Zeichnung zur Fertigstellung einem Handwerker gibt", sagte Yves Saint Laurent einmal. Aber seit das Prêt-à-porter - die gehobene Konfektion - die Mode bestimmt, hat Haute Couture an Bedeutung verloren. Der Goldrand blättert.

          Viele große Designer haben in den vergangenen Jahren die "Chambre Syndicale de la Haute Couture" verlassen - Yves Saint Laurent galt vor zwei Jahren als schmerzlichster Verlust. In dieser Saison haben gleich drei Häuser für die Schauen Anfang Juli abgesagt: Givenchy, Emanuel Ungaro und Versace. Die Entscheidung von Balmain steht noch aus. Von den elf in der Kammer zusammengeschlossenen Häusern werden also nur noch acht zeigen. Vor zwanzig Jahren waren es noch 24. Wird es bald keiner mehr sein?

          Die Branche ist sich uneinig, hält Haute Couture für überholt oder liebt sie aus nostalgischen Gründen. Die Zahl der Kundinnen schwindet. Aber die opulenten Schauen sind immer noch gut für das Image einer Marke. Sieben Designer und ein Modeunternehmer sagen, ob sie an die Zukunft der großen alten Dame glauben.

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